Retrospektive: Leipziger Cinémathèque zeigt alle Filme von Denis Villeneuve
Leipzig. Neben Christopher Nolan („Inception“, „Oppenheimer“) hat sich der kanadische Regisseur Denis Villeneuve in den vergangenen Jahren zu einem Garanten des anspruchsvollen Blockbuster-Kinos entwickelt. Vor wenigen Tagen erst lief mit „Dune: Part Two“ der zweite Teil von Villeneuves Verfilmung des Science-Fiction-Buchklassikers „Der Wüstenplanet“ an. Die Leipziger Cinémathèque widmet Villeneuve eine Retrospektive, bei der bis Ende März all seine Filme zu sehen sind.
Zum Auftakt läuft am Samstag, 2. März, um 20 Uhr „Cosmos“ aus dem Jahr 1996, ein sechsteiliger Episodenfilm. Am Sonntag folgen um 19 Uhr drei von Villeneuves Kurzfilmen: „REW FFWD“, „Cornouailles“ (beide 1994) und „Next Floor“ (2008). Am 5. März, 19 Uhr, ist Villneuves erster eigener Langfilm zu sehen: „Der 32. August auf Erden“ (1998) erzählt von einer Frau, die in der Zeit festzuhängen scheint. Um 21.15 Uhr folgt „Maelström“ (2000), ebenfalls über eine junge Frau, die versehentlich einen Mann totfährt – erzählt von einem Karpfen, der kurz vor der Schlachtung steht.
„Dune 1“ und „Blade Runner 2049“
Am 6. März läuft um 19 Uhr „Dune: Part One“ (2021), der erste Teil der nun abgeschlossenen Buchadaption, und am 12. März um 19 Uhr der bildgewaltige „Blade Runner 2049“ (2017), die späte Fortsetzung von Ridley Scotts SciFi-Klassiker. Am 14. März, 19 Uhr, zeigt die Cinémathèque „Polytechnique“ (2009), in dem Villeneuve den Amoklauf an der Polytechnischen Hochschule Montréal im Jahr 1989 verarbeitet. Um 21 Uhr folgt der Psycho-Thriller „Enemy“ (2013) über einen Mann, der seinem Doppelgänger begegnet.
Weiter geht es am 19. März, 19 Uhr, mit dem Kriminal-Thriller „Prisoners“ (2013) über einen grausamen Entführungsfall; am 21. März, 19 Uhr folgt die Erstkontakt-Geschichte „Arrival“ (2016), die sich damit beschäftigt wie die Struktur unserer Sprache unser Denken beeinflusst. Am 23. März, 20 Uhr, läuft „Sicario“ (2015), der tief in den Kampf gegen mexikanische Drogenkartelle eintaucht. Am 24. März, 19 Uhr, endet die Reihe mit dem schockierenden Drama „Die Frau, die singt“ (2010), das Villeneuve eine Nominierung bei den Oscars einbrachte und seine Eintrittskarte nach Hollywood war.
Info: Alle Filme laufen in der Cinémathèque in der Karl-Liebknecht-Straße 109 in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Karten für 7 bis 8 Euro unter www.cinematheque-leipzig.de.