Kommentar

Oschatzer Kulturveranstalter müssen zweigleisig fahren

Stadthalle am Altmarkt im Zentrum der Stadt.

Oschatz. Die Kulturveranstalter haben es schwer mit dem Oschatzer Publikum. Die Freizeitstätten GmbH musste jetzt drei aufeinanderfolgende Veranstaltungen im Thomas-Müntzer-Haus mangels Kartennachfrage absagen. Beim jüngsten Konzertangebot des Vereins KlosterArt in der Klosterkirche kamen nur wenige Besucher. Und auch die Sächsische Bläserphilharmonie wünscht sich bei ihren Anrechtskonzerten im Oschatz deutlich mehr Zuhörer.

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Warum ist das so? Die Gründe sind vielfältig. Das außergewöhnlich schöne Wetter im Herbst genießen viele Oschatzer lieber auf der Terrasse oder im Garten als in der Stadthalle oder der Klosterkirche. Wegen der hohen Inflation muss gespart werden – auch an den Eintrittskarten für Veranstaltungen. Und für mobile Oschatzer ist es mit Bahn oder Auto nur ein Katzensprung in die Großstädte Leipzig oder Dresden mit ihrem riesigen Kulturangebot.

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Auch mal im Nebel stochern

Den Veranstaltern in Oschatz bleibt deshalb nur eine Chance. Sie müssen zweigleisig fahren – auf bewährte Publikumsmagneten setzen und auch mal im Nebel stochern, um hin und wieder einen Zufallstreffer landen zu können.

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