Alternative Energie

Zuwachs bei Solar in Oschatz: Gesamtfläche so groß wie elf Fußballfelder

Auf Oschatzer Dächern werden immer mehr Photovoltaikmodule montiert (Symbolfoto).

Oschatz. Im Stadtgebiet Oschatz sind im zweiten Quartal des laufenden Jahres 18 Photovoltaikanlagen neu installiert worden. Laut dem Vergleichs- und Informationsportal Selfmade Energy entspricht das einem Zuwachs von 6,3 Prozent im Vergleich zur vorherigen Datenerhebung im März 2023. Der Zuwachs in Oschatz fällt damit etwas niedriger aus als im bundesweiten Vergleich: In Deutschland wurden im gleichen Zeitraum 8,0 Prozent mehr Solaranlagen gebaut.

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Laut Angaben von Selfmade Energy sind in Oschatz aktuell insgesamt 304 Solaranlagen auf einer Fläche installiert, die etwa so groß ist wie elf Fußballfelder. Die installierte Leistung in Oschatz liegt damit bei insgesamt 17 Megawatt. Gemessen an der Anzahl der Solaranlagen pro 1000 Einwohner landet Oschatz jedoch im Vergleich von 2050 Städten in Deutschland im letzten Viertel (Platz 1569).

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Für den Zuwachs in Oschatz gibt es vor allem zwei Gründe. Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine wollen sich zunehmend Hauseigentümer unabhängiger von fossilen Brennstoffen machen. Nach einem regelrechten Ansturm auf Solaranlagen 2022 hat sich die Lage laut Dr. Tim Rosengart, Geschäftsführer von Selfmade Energy, mittlerweile beruhigt. Die Wartezeiten auf die Lieferung und bis zum Installieren einer Solaranlage hätten sich im Vergleich zu 2022 erheblich verkürzt. Und die Preise für Photovoltaikanlagen seien gefallen, so Rosengart.

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Weniger Hürden im Stadtkern

In Oschatz kommt noch ein Sondereffekt hinzu. Für Hauseigentümer im historischen Stadtkern war es bis vor einiger Zeit mit erheblichen Hürden verbunden, wenn sie sich eine Solaranlage aufs Dach setzen wollten. Mittlerweile werden Ausnahmen von der Gestaltungssatzung, die das regelt, häufiger vom Stadtrat genehmigt. Voraussetzung ist, dass die Dachflächen mit Photovoltaikanlagen von der Straße aus nicht einsehbar sind.

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