Historiker hält Vorträge

Volksaufstand 17. Juni 1953: Hubertus Knabe kommt nach Delitzsch und Torgau

Hubertus Knabe, hier bei einer Kranzniederlegung in Gedenken an die Opfer von Stalinismus und Nationalsozialismus in Berlin.

Hubertus Knabe, hier bei einer Kranzniederlegung in Gedenken an die Opfer von Stalinismus und Nationalsozialismus in Berlin.

Delitzsch/Torgau. Die Konrad-Adenauer-Stiftung für den Freistaat Sachsen richtet am 31. Mai und 1. Juni zwei Veranstaltungen aus, um an den Aufstand vom 17. Juni 1953 zu erinnern. Die Ereignisse vor 70 Jahren führten zu einer spontanen Volkserhebung in der damaligen DDR, die das gesamte Land erfasste und eine massive Forderung nach politischen Veränderungen auslöste.

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Die Veranstaltungen finden im Braumuseum Torgau und im Baff-Theater Delitzsch statt. Den Auftakt bildet am Mittwoch, den 31. Mai, um 19 Uhr die Veranstaltung „Aufstand für die Freiheit – Was wir aus dem 17. Juni 1953 lernen können“ im Braumuseum Torgau, die Marco Arndt, Landesbeauftragter der Konrad-Adenauer-Stiftung in Sachsen, und Christiane Schenderlein, Mitglied des Deutschen Bundestages, eröffnen beziehungsweise moderieren. Der renommierte Historiker Dr. Hubertus Knabe wird einen Vortrag halten. Nach der Diskussion besteht die Möglichkeit zu einem Getränkeempfang und weiteren Gesprächen. Am Donnerstag, dem 1. Juni, findet dieselbe Veranstaltung ab 19 Uhr im Baff-Theater Delitzsch statt.

Erinnerung an Aufstand vom 17. Juni 1953

Dr. Hubertus Knabe, geboren 1959 in Unna nach der Flucht seiner Eltern aus der DDR, ist ein angesehener Historiker und war von 2000 bis 2019 Gründungsdirektor der Stiftung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, dem früheren zentralen Stasi-Gefängnis. Seine Forschungsarbeit an der Universität Würzburg befasst sich mit der Aufarbeitung von Diktaturen im weltweiten Vergleich. Dr. Knabe ist Mitglied des Zeithistorischen Beirats der Konrad-Adenauer-Stiftung und Autor des Buches „17. Juni 1953. Ein deutscher Aufstand“, das kürzlich in einer Neuauflage erschienen ist.

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Der Aufstand vom 17. Juni 1953 begann als Protest gegen die Erhöhung der Arbeitsnormen, entwickelte sich jedoch schnell zu einer weitreichenden Forderung nach politischer Freiheit und freien Wahlen. Die Proteste griffen wie ein Flächenbrand auf das gesamte Land über und erreichten ihren Höhepunkt in Ostberlin, Halle und Leipzig. Mehr als 560 Ortschaften waren von den Protesten betroffen, Hunderte von Betrieben wurden bestreikt und zahlreiche Partei- und Verwaltungsgebäude gestürmt. Die SED-Führung war von der Wucht der Proteste überrascht und konnte diese letztendlich nur durch das Eingreifen der Roten Armee niedergeschlagen werden.

Anmeldungen im Internet unter www.kas.de/sachsen.

TZ

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