Guten Morgen!
Vor 27 Jahren machte Stefan Raab mit einem Country-Song über einen Maschendrahtzaun einen Nachbarschaftsstreit über Nacht landesweit bekannt. Heute in Taucha lacht jedoch niemand mehr: Eine Familie protokolliert dort seit Jahren mit einer Handy-App, einer Excel-Tabelle und einer WhatsApp-Gruppe Lärm, Böllerei und anzügliche Lieder aus der Doppelhaushälfte nebenan. Nun sitzen sie mit 150 Anzeigen, 52 Bußgeldverfahren und einem roten Aktenstapel vor dem Amtsrichter in Eilenburg. Dieser Fall zeigt, wie schnell aus einem „Wir reden kurz drüber“ eine Eskalation entstehen kann. Mein Kollege André Neumann hat den Fall aufgeschrieben.
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Kommen Sie gut ins lange Wochenende und haben Sie ruhige Ostern!

Bürgerpolizist in Delitzsch: Was Kulanz statt Strafe bringt
Darum geht es: In Delitzsch sind sogenannte Bürgerpolizisten im Einsatz – normale Beamte, die sich für die Anliegen der Bürger Zeit nehmen können. Einer von ihnen ist Polizeihauptkommissar Stephan Jentzsch.
Hintergrund: Er ist regelmäßig zu Fuß in Delitzsch unterwegs, denn an einigen Stellen im Stadtgebiet sieht die Polizei regelmäßig genauer hin. Welche das sind, erklärte er der LVZ.
Das Besondere: Jentzsch setzt auf Kulanz statt auf sofortige Strafe. Was die Nähe zum Bürger der Polizeiarbeit nützt und was sonst zu seinen Aufgaben gehört, verrät er auf einem Rundgang durch Delitzsch.
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Schlimmer als der „Maschendrahtzaun“: So heftig streiten Nachbarn in Taucha
Das ist passiert: In einer Siedlung in Taucha tobt ein Nachbarschaftsstreit. Die Auseinandersetzung beschäftigt mehrere Abteilungen des Amtsgerichtes Eilenburg.
Hintergrund: In einem aktuellen Prozess geht es um 52 Bußgeldbescheide, die den Betroffenen reichlich 17.000 Euro kosten würden. Er wehrt sich dagegen.
Das Besondere: Der mutmaßliche Ruhestörer ist gerade für mehrere Beleidigungen von Nachbarn bestraft worden. Außerdem läuft ein Zivilprozess gegen ihn.

„Verändert sich vieles nur langsam“: Warum Vanessa Torgau verlässt und Manfred Boes nicht mehr weg will
Interessante Nordsachsen: Torgau zeigt sich im Wandel der Generationen. Vanessa Wieczorek (18) plant den Aufbruch, während Manfred Boes (74) die Renaissance-Kulisse liebt und die Stadt nicht mehr verlassen will.
Darum sind sie wichtig: Beide Generationen zeigen, was an Torgau lebenswert ist und wo noch Bedarf ist.
Hintergrund: Torgau ist für viele ein Zuhause – und doch gibt es einige Bereiche, die noch ausbaufähig sind. Gerade bei Gastronomie und Ausgehmöglichkeiten ist für junge Menschen noch Luft nach oben.

Leipziger Flughafen wegen Bauarbeiten nur eingeschränkt per Bahn erreichbar
Das ist passiert: Pendler zwischen Leipzig und Halle, aber auch Urlauber mit Ziel Flughafen müssen sich derzeit auf Einschränkungen einstellen. Wegen Bauarbeiten fahren Bahnen mit Umleitungen oder gar nicht mehr zum Airport.
Darum ist es wichtig: Pünktlich zu den Osterferien dürfte es auch wieder viele Urlauber zum Flughafen ziehen. Wichtig ist dabei, aus welcher Richtung man anreist: Von Halle aus stehen Umleitung und Ersatzverkehr an. Aus Richtung Leipzig rollen Bahnen seltener als gewohnt.
So geht es weiter: Noch bis Mitte April sollen die Arbeiten andauern. Ab Anfang des Monats kommen zudem weitere Bauarbeiten im Streckenverlauf Richtung Altenburg dazu – verbunden mit weiteren Einschränkungen und Ersatzverkehr.

Isolde Nestler gibt ihre Tankstelle ab: Jahrzehnte Leben mit der „Tanke“
Das ist passiert: Die Mügelner Tankstellenpächterin Isolde Nestler hört auf und verabschiedet sich in den Ruhestand. Die Nachfolge ist geregelt. Alle drei Mitarbeiter werden übernommen. Auch am Angebot wird sich nichts ändern.
Darum ist es wichtig: Nahe der Kreisgrenze zu Mittelsachsen und an einem Autobahnzubringer gelegen, nutzen viele Menschen aus der Region das Angebot zum Tanken an allen Tagen. 95 Prozent der Kunden sind Stammkunden.
So geht es weiter: Alle Angebote, auch die im kleinen Shop, bleiben erhalten. Das freut viele, denn in der Tankstelle gibt es sonntags ab 6.30 Uhr auch frisch gebackene Brötchen zu kaufen. Der einzige Ort in und um Mügeln, wo das möglich ist.
Damit verabschiede ich mich für heute.
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Bis bald, Ihr Mathias Schönknecht
PS: Wenn Sie noch Zeit haben …
… dann lege ich Ihnen meine heutigen Leseempfehlungen ans Herz:
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