Trauerfeier und -marsch in Dresden

Letztes Geleit für getöteten Polizisten aus Sachsen: Route wegen möglichen Bombenfunds geändert

Polizisten tragen während eines Trauermarschs der sächsischen Polizei für den vor drei Wochen im Dienst getöteten Polizisten Maximilian Stoppa ein Porträt. Der 32 Jahre alte Beamte kam am 7. Januar 2025 in Lauchhammer ums Leben, als er bei der Fahndung nach mutmaßlichen Autodieben ein verdächtiges Fahrzeug kontrollieren wollte. Er wurde von dem Wagen angefahren und starb noch vor Ort.

Dresden. Die sächsische Polizei nimmt am heutigen Dienstag öffentlich von dem vor drei Wochen im Dienst getöteten Polizisten Maximilian Stoppa Abschied. Der 32 Jahre alte Beamte kam am 7. Januar in Lauchhammer ums Leben, als er bei der Fahndung nach mutmaßlichen Autodieben ein verdächtiges Fahrzeug kontrollieren wollte. Er wurde von dem Wagen angefahren und starb noch vor Ort.

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Mögliche Bombe an Carolabrücke sorgt für Änderung der Route

Kollegen und Beamte aus dem Freistaat, auch von der Bundespolizei, sowie Vertreter der Polizei aus Polen und Tschechien ziehen seit etwa 8.30 Uhr in einem Trauermarsch zur Dresdner Kreuzkirche, wo ab 10 Uhr ein öffentlicher Gedenkgottesdienst stattfindet. Der Trauermarsch beginnt an der Schießgasse, dem Sitz der Polizeidirektion Dresden. Ursprünglich sollte die Route des Zuges über den Hasenberg, das Terrassenufer, den Theaterplatz, den Postplatz und die Wilsdruffer Straße führen.

Allerdings muss der Aufzug kurzzeitig umgeleitet werden. Der Grund: An der eingestürzten Carolabrücke ist erneut ein verdächtiger Gegenstand gefunden worden. Experten des Kampfmittelräumdienstes sind derzeit auf dem Weg zum Fundort.

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Polizeisprecher Thomas Geithner sprach am Morgen von mehr als 1.000 Teilnehmern, die sich versammelt hätten. Mit dabei ist unter anderem Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD).

Zum Gedenkgottesdienst in der Kreuzkirche werden auch Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) sowie Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und Innenminister Armin Schuster (beide CDU) erwartet. Nach der öffentlichen Trauerfeier wird Stoppa im engsten Familienkreis in seiner Heimatgemeinde beigesetzt.

Der Oberkommissar gehörte einer Gemeinsamen Fahndungsgruppe der Dresdner Polizei und der Bundespolizei an. Ein 37-Jähriger ist unter Mordverdacht in Untersuchungshaft. Der Mann soll das Auto gefahren haben, das Stoppa erfasste, als er gerade den Stop-Stick auslegen wollte - eine Art Nagelgürtel, um den flüchtenden Pkw zum Anhalten zu zwingen.

Dieser Text erschien zuerst in der „Sächsischen Zeitung“

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