Protest von Tierschützern

Werbung für Wurst: Streit um ausgestopftes Rind in Supermarkt

Eine Kuh auf einer Weide - im brandenburgischen Hennigsdorf sollte ein ausgestopftes Tier für Wurstwaren werben (Symbolbild).

Hennigsdorf. Das ausgestopfte Rind „Anton“ sollte in einem Supermarkt im brandenburgischen Hennigsdorf für regionale Wurst werben - das hat für viel Kritik gesorgt. Nicht nur im Internet kam die Aktion nicht gut an, die Tierschutzorganisation Peta sprach von einem „makabren und respektlosen Missbrauch eines toten Tieres“.

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„Es ist absolut zynisch, die Leiche eines fühlenden Lebewesens zu präparieren und sie als vermeintliche Dekoration zwischen tierischen Produkten wie Leberwurst aufzustellen“, teilte Peta mit. Die Organisation forderte, „Anton“ zu entfernen. Nach Berichten ist das tote Rind inzwischen weg.

Edeka verteidigte die Werbeaktion. „Bei dem Rindermodell handelt es sich um ein Ausstellungsstück eines regionalen landwirtschaftlichen Betriebs (mit freilaufenden Rindern) aus Brandenburg, mit dem im Rahmen einer Aktion auf die Produkte des Lieferanten hingewiesen werden sollte“, teilte eine Sprecherin des Unternehmens der Deutschen Presse-Agentur mit. „Bisher wurde das von unseren Kunden durchaus positiv aufgenommen.“

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Modell wurde abgeholt

Die „FAZ“ zitierte eine Sprecherin von Edeka am Samstag mit dem Satz: „Der landwirtschaftliche Betrieb hat das Modell bereits abgeholt.“ Die „Märkische Oderzeitung“ berichtete darüber am Freitag. Die Edeka-Gruppe äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Grund. Anfang Januar startete Edeka die Aktion „#Veginner“ für vegetarische Ernährung.

Die Werbeaktion mit „Anton“ hatte zunächst bei Instagram für Kritik gesorgt. Eine Nutzerin postete ein Foto und nannte die Aktion geschmacklos. Dann begann eine Debatte auf Twitter, wo ein Nutzer unter anderem „Unfassbar“ schrieb, ein anderer entgegnete: „Tote Tiere sind normal.“

RND/dpa

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