24 Personen festgenommen

Mutmaßlicher Mord an Achtjähriger schlägt hohe Wellen in der Türkei

In Istanbul gehen viele Menschen nach dem Tod der achtjährigen Narin Güran auf die Straße.

Istanbul. Die Leiche eines vermissten achtjährigen Mädchens, dessen Schicksal die Türkei bewegt, ist nach wochenlanger Suche gefunden worden. In den mutmaßlichen Mordfall Narin, der das ganze Land beschäftigt, hat sich inzwischen Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan eingeschaltet. Er werde dafür sorgen, dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden und den Fall persönlich verfolgen, schrieb er auf der Plattform X.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Nach dem Leichenfund am Sonntag in der südosttürkischen Provinz Diyarbakir wurden 24 Menschen festgenommen, wie Justizminister Yilmaz Tunc mitteilte. Medienberichten zufolge sind darunter die Eltern und der Bruder des Mädchens. Der Onkel war bereits zuvor wegen des Verdachts auf Mordes und Freiheitsberaubung verhaftet worden. Er gilt als Hauptverdächtiger.

Neue Details zu Messerangriff in Siegen: Täterin hat Jagdmesser, Klappmesser und Schraubenzieher dabei

Nach dem Messerangriff in Siegen werden neue Details bekannt. Die Täterin trug weitere Waffen mit sich, die Polizei stuft die Bluttat als Amok ein. Auch zu ihrem Motiv äußert sich die 32-Jährige. Das sind die Hintergründe.

Leiche im Sack versteckt

Narins Familie hatte das Mädchen am 21. August in einem kleinen Dorf der Provinz Diyarbakir als vermisst gemeldet. Anschließend folgte eine großangelegte Suchaktion über 19 Tage. Am Sonntag dann wurde die Leiche des Kindes am Rande eines Flusses nahe seinem Heimatort in einem Sack gefunden, wie der Provinzgouverneur mitteilte. Der Sack sei unter Steinen und Ästen versteckt gewesen. Die Autopsie ist inzwischen abgeschlossen, Ergebnisse stehen aber aus. Unter anderem sind Todesursache- und Zeitpunkt noch unklar.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Das Mädchen sollte noch am Montag beerdigt werden. Zahlreiche Prominente hatten ihre Anteilnahme an dem Fall geäußert. Frauenrechtsorganisationen riefen zu Demonstrationen auf.

RND/dpa

TZ Inhalte als bevorzugte Quelle markieren — dann erscheinen unsere Artikel häufiger in Ihren Google-Schlagzeilen.Inhalte in den Google-Schlagzeilen bevorzugen?
Bevorzugen