Bis zu 31 Grad im Süden: Deutschland kommt schon ins Schwitzen
Offenbach. In den kommenden Tagen bleibt das Wetter in Deutschland für Anfang April deutlich zu warm. Am Sonntag liegen die Höchstwerte im Südosten voraussichtlich bei 25 bis 29 Grad, im Süden können sie lokal sogar 31 Grad erreichen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Samstag mitteilte. Im Norden bleibt es bei 18 bis 24 Grad etwas milder.
„Es ist Zeit, die Badehose aus dem Schrank zu holen“, sagte „Wetterkontor“-Meteorologe Jürgen Schmidt dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Er erwartete freundliches Wetter in der ganzen Bundesrepublik und Temperaturen bis zu 30 Grad.
Auf den Winter folgt der Sommer
„Nach dem Winter folgt direkt der Sommer. So fühlt es sich zumindest an“, meinte auch der DWD-Meteorologe Felix Dietzsch. „Das, was uns in den nächsten Tagen erwartet, hat mit dem Monat April an und für sich nur wenig zu tun“, betonte der Experte.
Im Norden und Nordosten kann es den Prognosen zufolge anfangs noch leicht regnen, im Rest des Landes bleibt es trocken. Die Temperaturen steigen ganz im Norden auf bis zu 22 Grad, in Hamburg werden es schon 24 Grad. Überall südlich der Elbmetropole werden Maximalwerte von 25 bis 30 Grad erwartet, sodass auch der erste Hitzetag des Jahres (ab 30 Grad) wahrscheinlich ist.
„Zwischen Tiefdruckgebiet Timea bei den Britischen Inseln und Hochdruckgebiet Olli über dem Mittelmeer fließt aus Süden und Südwesten sehr warme und zunächst trockene Luft nach Deutschland“, erklärte DWD-Expertin Jacqueline Kernn. Dadurch komme es zu einem ersten Sommertag in diesem Jahr. Doch lange halte die ungewöhnliche Wärme nicht, weil bereits am Sonntag das Tief Timea seine Ausläufer nach Deutschland schicke und in der Nordwesthälfte Wolken und Regen mit sich bringe.
Im Osten und Süden hält sich die warme Luft zunächst und bringt bei trockenem Wetter noch einmal Temperaturen bis zu 30 Grad. Im Norden und Westen könnte bereits wieder etwas kältere Luft hereinziehen. Schmidt erwartet 15 bis 25 Grad bei gelegentlichen Schauern.
Saharastaub trübt den Himmel
Erneut könnte Staub aus der Sahara für trübere Bedingungen sorgen – vor allem in der Südhälfte Deutschlands, wie eine DWD-Meteorologin sagte. Im Nordwesten könne etwas Regen fallen, der sich zum Abend bis ins nördliche Rheinland-Pfalz, nach Ostniedersachsen und Westmecklenburg ausbreitet. Saharastaub wird in der größten Trockenwüste der Welt in Nordafrika aufgewirbelt, und der Wind kann die feinen Partikel Tausende Kilometer weit nach Norden tragen. Das passiert vor allem im Frühjahr und im Herbst.
In vielen Teilen Deutschlands soll es auch am Montag bei maximal 24 bis 29 Grad warm bleiben. Im Süden kann es von Freitag bis Montag bis zu vier Sommertage geben. „Das ist für Anfang April ungewöhnlich viel“, sagte Schmidt. Von einem Sommertag sprechen Meteorologen, wenn an einer Messstation an einem Tag mindestens 25 Grad gemessen werden.
Am Dienstag wird es im Westen stark bewölkt bis bedeckt mit schauerartigem Regen und einzelnen Gewittern. Im Osten soll es anfangs sonnig oder heiter werden, später ziehen mehr Wolken sowie teils starke Schauer und Gewitter auf. Die Höchstwerte liegen zwischen 13 Grad an der Nordsee und 27 Grad an Salzach, Inn und Neiße.
RND/dpa