Wismar: Was die Stadt an der Ostsee so besonders macht
Ein Stück Schweden mitten in Mecklenburg-Vorpommern, eine frische Meeresbrise, ein feiner Sandstrand, eine idyllische Altstadt: All das hat Wismar zu bieten.
Darüber hinaus herrscht in Wismar eine ganz besondere Atmosphäre, denn die Stadt blickt auf eine bewegte Geschichte zurück, die bis heute ihre Spuren hinterlassen hat: Im Jahr 1632 wurde Wismar von schwedischen Truppen besetzt und schließlich offiziell Schweden zugesprochen. Erst ab dem Jahr 1903 gehörte Wismar wieder endgültig zu Mecklenburg.
Wer durch die Stadt bummelt, kann noch immer den Einfluss der „Schwedenzeit“ sehen. Die sogenannten Schwedenköpfe begrüßen dich am alten Hafen und am Marktplatz befindet sich das Backsteinhaus „Alter Schwede“ sowie das ehemalige schwedische Kommandantenhaus.
Doch es ist nicht nur das schwedische Flair, das Wismar so besonders macht. Was dich in der Hansestadt erwartet, liest du hier:
Die malerische Altstadt
Das absolute Highlight von Wismar ist die Altstadt. Sie wurde 2002 zum Unesco-Welkulturerbe erklärt. Dort sammeln sich fußläufig fast alle wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Rund um den riesigen Marktplatz reihen sich bunte Giebelhäuser auf, mittig thront der imposante Brunnen, der den Einheimischen jahrhundertelang als Trinkwasserquelle diente. Auch der „Alte Schwede“ befindet sich hier, eines der ältesten Bürgerhäuser der Stadt. Mittlerweile ist ein Restaurant in das Gebäude eingezogen, das leckere Fischgerichte serviert.
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Vom Marktplatz aus zweigen kleine, kopfsteingepflasterte Gässchen ab, die vorbeiführen an Boutiquen, Restaurants und Cafés. Mitten durch die Altstadt fließt die Grube, ein Wasserlauf, der einst zur Wasserversorgung der Bevölkerung diente. Am Ende der Grube befindet sich das rote Gewölbehaus, ein denkmalgeschütztes Fachwerkhaus.
Schließlich prägen auch zahlreiche Kirchen das Stadtbild. Allen voran die Marienkirche oder die Kirche St. Nikolai im Zentrum der Altstadt. Gleich neben der St.-Nikolai-Kirche führt die historische Schweinsbrücke über die Grube. Auf ihren Pfählen thronen heute bronzefarbene Schweinchen. Vergiss nicht, die Schweinchen beim Vorbeigehen zu streicheln – einem Mythos zufolge soll das Glück bringen.
Der alte Hafen
Der Hafen ist ebenso prägend für Wismar wie die Altstadt. Hier kannst du die lange Seefahrtstradition der Stadt hautnah erleben. Neben Passagierschiffen liegt am Hafen auch eine historische, hanseatische Kogge an, es wird heimischer Fisch verkauft und die Möwen ziehen ihre Kreise in der Luft.
Direkt an der Einfahrt des alten Hafens befindet sich das sogenannte Baumhaus. Dabei handelt es sich nicht um ein Baumhaus im klassischen Sinne, sondern um ein altes Backsteingebäude. Seinen Namen verdankt das Gebäude den „Bohmschlütern“. Das waren Angestellte der Hafenverwaltung, die früher in dem Haus wohnten und den Hafen bei Gefahr und in der Nacht versperrten.
Direkt vor dem Baumhaus findest du das Wahrzeichen der Stadt Wismar, die „Wismarer Schwedenköpfe“. Das sind zwei bunt bemalte Köpfe, die auf Büsten stehen und an die Zeit erinnern, als Wismar von den Schweden besetzt war.
Ostsee, Strände und die Insel Poel
Wismar liegt direkt an der Ostsee – die frische Meeresluft solltest du dir auf keinen Fall entgehen lassen! Schöne Strände gibt es in unmittelbarer Nähe der Stadt. Am nächsten gelegen ist der Wendorfer Strand im gleichnamigen Ortsteil Wismars. Hier führen ein flach abfallender Sandstrand sowie eine Seebrücke ins Meer. Mit einer Länge von 330 Metern ist sie die längste Seebrücke an der mecklenburgischen Ostseeküste.
Rund 25 Kilometer von Wismar entfernt liegt Boltenhagen, dort erwartet dich ein rund fünf Kilometer langer Sandstrand, inklusive Strandkörbe. Parallel zur Küste verläuft eine rund zwei Kilometer lange Dünenpromenade aus Holz.
Wer noch mehr Natur und Ostseefeeling möchte, macht einen Ausflug auf die Insel Poel. Diese ist von Wismar mit dem Auto aus in rund 20 Minuten zu erreichen. Die Insel gilt noch als Geheimtipp an der Ostsee, dementsprechend kannst du hier am Strand spazieren und die Natur genießen ganz ohne störende Menschenmassen.
Geschichte und Museen
Neben der Ostsee und der schönen Altstadt gibt es in Wismar auch einige spannende Museen zu entdecken. Wer mehr über die Stadtgeschichte erfahren möchte, besucht das Stadtgeschichtliche Museum. Dieses befindet sich im Schabbellhaus, das mit seinen roten Backsteinen und Sandsteinelementen schon von außen beeindruckend aussieht.
Ein weiteres Stück Stadtgeschichte findest du am Eingang zum Alten Hafen. Dort steht das Wassertor, das letzte von einst fünf Stadttoren Wismars. Es wurde um 1450 erbaut und war das einzige Tor, das vom Hafen aus in die Stadt führte. Und auch in der Krämerstraße befindet sich ein geschichtsträchtiges Bauwerk: Im viergeschossigen Karstadt-Stammhaus hat Rudolph Karstadt 1881 sein erstes Geschäft eröffnet.
Ebenfalls einen Besuch wert ist das phanTechnikum, das Technische Landesmuseum Mecklenburg-Vorpommern. Auf 3500 Quadratmeter Ausstellungsfläche gibt es hier Wissenswertes rund um Naturgesetze und Technikgeschichte zu lernen.
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