„Kann man in die Tonne kloppen“

Kleindienst motzt nach Pleite in Leipzig über Schiedsrichter Dingert

Zum Haareraufen: Tim Kleindienst nach der Heidenheimer Niederlage gegen RB Leipzig

Der Frust nach der 1:2-Niederlage des 1. FC Heidenheim gegen RB Leipzig war bei Tim Kleindienst groß. „Das ist eine Schiedsrichterleistung, die kann man in die Tonne kloppen“, schimpfte der Stürmer bei Sky über das Auftreten von Referee Christian Dingert. Besonders an der Szene vor dem Foulelfmeter von Loïs Openda zum Leipziger 1:0 in der 29. Minute erregten sich die Gemüter der Gäste.

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Nach einem Zweikampf mit Norman Theuerkauf war der RB-Stürmer zu Boden gegangen. Dingert entschied auf Strafstoß, Theuerkauf konnte das nicht verstehen. „Ich war der Meinung, dass er mich trifft und nicht andersherum“, erklärte der defensive Mittelfeldspieler im ZDF. Auch FCH-Trainer Frank Schmidt sah das so, wollte dennoch nach Spielende nicht so tun, als hätte der 1. FC Heidenheim nur wegen des Schiedsrichters verloren. Der Sieg von RB Leipzig „sei hochverdient, da brauchen wir gar nicht zu diskutieren“, sagte nach der Pleite am Samstag beim Champions-League-Teilnehmer und musste feststellen, dass die schlechte Auswärtsserie seines Teams eine Fortsetzung fand.

Es war bereits der achte Elfmeter, den die Heidenheimer nach nun 13. Spieltagen in der Liga gegen sich bekamen - eine bemerkenswerte Statistik. Ob das an ihrer manchmal wackeligen Defensive liegt oder eher an den Unparteiischen, ist schwer zu sagen. Jedenfalls reichte die Leistung der Schmidt-Elf nicht aus, um die Leipziger ernsthaft in Gefahr zu bringen.

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RB erspielte sich ein großes Chancenplus. Die Folge davon war das 2:0 (44.) durch Stürmer Yussuf Poulsen, ehe FCH-Verteidiger Benedikt Gimber kurz vor dem Pausenpfiff ziemlich überraschend auf 2:1 verkürzte (45.+2) und damit schon zum Endstand traf.

Heidenheim vor zwei Spielen gegen Abstiegskonkurrenten

Für Schmidt und seine Profis bedeutet das, dass sie trotz einer Steigerung in der zweiten Halbzeit weiterhin auf den ersten Bundesliga-Auswärtssieg warten müssen. Aus bisher sieben Spielen in der Fremde holten sie nur einen Punkt. Das hänge auch damit zusammen, dass sein Team auswärts bisher fast immer gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte gespielt habe, hatte Schmidt schon vor der Reise nach Leipzig erklärt.

Das ändert sich nun. Nach dem Heimspiel gegen Mitaufsteiger Darmstadt 98 am kommenden Samstag spielt der FCH eine Woche später bei Mainz 05 und damit gegen einen weiteren direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. Angesichts von bisher elf Punkten aus 13 Spielen werden die Heidenheimer im Tabellenkeller dann umso mehr auf einen Sieg und damit das Ende ihrer Auswärtsmisere hoffen.

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