Trio um Zweitliga-Star: Auf diese Griechen muss das DFB-Team achten
In einer Woche geht es los! Am kommenden Freitag startet die EM 2024 mit dem Spiel Deutschland gegen Schottland. Zuvor steht für das DFB-Team die Generalprobe für den Turnierauftakt mit dem Testspiel gegen Griechenland an diesem Freitag (20.45 Uhr, RTL) in Mönchengladbach an. Dann will die DFB-Elf zeigen, dass sie bereit für das Heim-Turnier ist. Im Test am Montag gegen die Ukraine (0:0) fehlte es der Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann an Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Gegen Griechenland soll der Ball diesmal im Netz zappeln.
Doch die Partie gegen den Europameister von 2004 sollte vom DFB-Team nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Nagelsmann gab auf der Pressekonferenz am Donnerstag zu, dass die Griechen aufgrund ihres erst kürzlich ins Amt gerückten Trainers Nikolaos Papadopoulos „schwer einzuschätzen“ seien. Ein paar Namen sollte das DFB-Team dennoch auf der Rechnung haben. Der Sportbuzzer, das Sportportal des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND), stellt drei wichtige Akteure Griechenlands vor.
Christos Tzolis (22 Jahre, Fortuna Düsseldorf)
In Deutschland ist Christos Tzolis kein Unbekannter. Der Stürmer schoß in Diensten von Fortuna Düsseldorf in der abgelaufenen Saison der 2. Bundesliga 22 Tore und sicherte sich gemeinsam mit Haris Tabakovic (Hertha BSC) und Robert Glatzel (Hamburger SV) die Torjägerkanone. Mit den Rheinländern scheiterte der 22-Jährige erst im Elfmeterschießen der Relegation gegen den VfL Bochum am Aufstieg ins deutsche Oberhaus. Dorthin könnte es Tzolis im Sommer dennoch verschlagen.
Der gebürtig aus Thessaloniki stammende Offensivspieler besticht durch seine Abschlussstärke und wird daher bei einigen Erstligisten gehandelt. Seine fußballerische Ausbildung genoss Tzolis größtenteils bei PAOK Thessaloniki, war aber davor bereits für die deutschen Amateurvereine SG Rosenhöhe Offenbach und Alemannia Königstädten aktiv. Im Spiel gegen die DFB-Elf will Tzolis die deutsche Hintermannschaft testen, auf den ein oder anderen Gegenspieler könnte er dann bei einem Wechsel zur kommenden Saison in der Bundesliga treffen.
Georgios Masouras (30 Jahre, Olympiakos Piräus)
Mit einer historischen Leistung im Gepäck wird Georgios Masouras am Freitag den Rasen in Mönchengladbach betreten. Der 30-Jährige gewann jüngst mit Olympiakos Piräus die Conference League und damit erstmals in der Geschichte des griechischen Vereinsfußballs einen europäischen Titel. Im Finale der Conference League wurde Masouras zwar erst in der Verlängerung eingewechselt, dafür kam er in der griechischen Liga in 24 Spielen zum Einsatz und sammelte dabei 13 Scorerpunkte (sieben Tore, sechs Vorlagen). Für Griechenlands Nationalmannschaft absolvierte der Angreifer bisher 41 Spiele und traf dabei neunmal. Gemeinsam mit Tzolis will Masouras die deutsche Abwehrreihe im letzten Test vor der Heim-EM prüfen.
Konstantinos Mavropanos (26 Jahre, West Ham United)
Die deutschen Offensivspieler werden am Freitag in das ein oder andere Duell mit Konstantinos Mavropanos gehen müssen. Der 1,94 Meter große Innenverteidiger ist Abwehrchef der Griechen und kann bereits reichlich internationale Erfahrung vorweisen. Mit 20 Jahren wechselte er zum englischen Topklub FC Arsenal, zwei Jahre später folgte die Leihe in die 2. Bundesliga zum 1. FC Nürnberg. Mavropanos blieb nach einem halben Jahr Nürnberg weiterhin in Deutschland, ließ sich abermals von Arsenal verleihen, diesmal zum VfB Stuttgart. Bei den Schwaben entwickelte sich der gebürtige Athener zu einem gestandenen Bundesliga-Profi, der vor allem mit seiner Körperlichkeit überzeugt.
Zu seinen Stuttgarter Zeiten zeigte sich Mavropanos auch gerne in der Offensive. Seit seinem Wechsel im vergangenen Sommer zu West Ham United hat der Grieche sein Offensivpensum zurückgefahren. In seiner Debüt-Saison für die „Hammers“ kam er in 19 Premier-League-Spielen zum Einsatz. Gegen Deutschland will er die griechische Abwehr zusammenhalten und das DFB-Team am Tore schießen hindern.