Ur-Leipziger kehrt zurück: 1. FC Lok verpflichtet Alexander Siebeck
Leipzig. Die Defizite im Lok-Mittelfeld waren beim 0:2 im Derby gegen Chemie offensichtlich, es fehlt seit Wochen ein Führungsspieler, eine ordnende Hand. Am Montag hat der Fußball-Regionalligist 1. FC Lok Leipzig für das zentrale Mittelfeld eine spannende Neuverpflichtung bekanntgegeben: Alexander Siebeck kehrt zu seinen Wurzeln zurück. Der 30-Jährige wechselt im Sommer vom Tabellenvierten BFC Dynamo zu den Blau-Gelben. Dort unterschrieb er jetzt einen Zweijahresvertrag.
Der VfB Leipzig beziehungsweise 1. FC Lok war bereits der Ausbildungsverein des gebürtigen Leipzigers. Nach ersten Schritten beim LSV Störmthal kickte Alexander Siebeck von 2000 bis 2009 in Probstheida. Danach durchlief er acht Jahre lang die U17, U19 und U23 an der RB-Akademie, war unter anderem bis 2017 Kapitän der zweiten Mannschaft. Danach wurde er nirgends richtig heimisch. In Deutschland spielte in der dritten und vierten Liga in Karlsruhe, Cottbus, Babelsberg und beim Berliner AK, in Österreich beim Zweitligisten SC Wiener Neustadt.
Lange Familientradition im Leipziger Spitzensport
Der Leistungssport liegt den Siebecks in den Genen: Alexander Siebeck setzt seit Jahren die Familien-Tradition fort. Sein Opa Frank Siebeck war 1971 Europameister über 110 Meter Hürden und trainierte viele Jahre beim SC DHfK gemeinsam mit Olympiasieger Thomas Munkelt. Onkel Mark Siebeck war Volleyball-Nationalspieler und 2008 Olympia-Teilnehmer in Peking. Tante Doreen war unter ihrem Mädchennamen Dreßler Deutsche Handball-Meisterin mit dem HC Leipzig und spielte Champions League. Und sein Cousin Yannick Siebeck (20) schaffte aktuell mit den L.E. Volleys als Neuling souverän den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga.
Seine Rückkehr begründet Alexander Siebeck so: „Ausschlaggebend waren die professionellen und sehr guten Gespräche mit Toni Wachsmuth und Jochen Seitz, mit deren Plänen und Vorstellungen vom Fußball ich mich zu 100 Prozent identifizieren kann. Ich habe große Vorfreude in Zukunft im Bruno-Plache-Stadion für Lok zu spielen, weil sich mit dem Wechsel zurück zu meinem Jugendclub auch ein Stück weit der Kreis für mich schließt.“
Der künftige Sport-Geschäftsführer Toni Wachsmuth ergänzt: „Wir bekommen einen Spieler, der die letzten Jahre auf Top-Niveau in der Liga gespielt hat und auf Grund seiner Erfahrung und seines Charakters die Mannschaft mit führen kann.“