50 Liter Bier als Prämie: Zschortau schlägt Krostitz II im Bärenpokal-Finale
Torgau. Am Mittwochabend fand im Hafenstadion Torgau der Höhepunkt der Fußballsaison in Nordsachsen statt. Vor über 1000 Zuschauern standen sich im Kreispokalfinale der FSV Krostitz II und die SG Zschortau gegenüber. Nordsachsenliga-Spitzenreiter Zschortau machte mit dem 2:0-Erfolg den ersten Schritt Richtung Double aus Meisterschaft und Kreispokal. Für die Treffer sorgten – wie schon beim 2:0-Halbfinalsieg beim FV Bad Düben – Alexander Heinicke (24.) und SG-Torjäger Tobias Gohla (54.).
„Es war eine beeindruckende Kulisse und eine tolle Stimmung“, sagte Volkmar Beier, der Spielausschussvorsitzende des Nordsächsischen Fußballverbandes (NFV). „Viele in Sachsen beneiden und uns um so ein Endspiel.“ Sieger Zschortau nahm eine Prämie von 600 Euro und 50 Liter Faßbier mit nach Hause, für Krostitz gab es 300 Euro und 30 Liter.
Zschortauer Feier bis zum Morgengrauen
Diese 50 Liter dürften aber die folgende Fete in Zschortau nicht überstanden haben. „Wir haben anschließend noch auf unserem Sportplatz mit den Spielern, ihren Frauen und den Fans gefeiert“, berichtete der Zschortauer Herrenverantwortliche Alexander Prior am Tag nach der Bärenpokal-Triumph. „Die letzten Bilder von dort sind heute Morgen um sieben Uhr gekommen. Am Männertag geht es jetzt bei unserer Haus- und Hofwirtin weiter.“
Thomas Rudolph, Vorstand des Krostitzer Pokalverteidigers, war mit im Hafenstadion und sagte nach der knappen Niederlage: „Erstmal Glückwunsch an Zschortau zum Sieg. Es war ein faires Spiel und insgesamt eine Superveranstaltung.“ Auch der FSV hatte – wie die SG Zschortau – viele Fans in Bussen mitgebracht, so dass die Ränge im Hafenstadion wieder gut gefüllt waren.
Zwölf Security-Profis sind am Start
Alexander Prior hatte in Absprache mit Krostitz zwölf Security-Leute einer Profi-Firma engagiert und mitgebracht. „Wir hätten eigentlich Ordner vom Verein stellen müssen“, erklärte Prior. „Aber wir wollten es nicht verantworten, eigene Leute dafür zu nehmen, die dann vielleicht noch in Schwierigkeiten gekommen wären.“
„Das hat gut funktioniert“, befand auch Thomas Rudolph. „Außerdem hatte der Veranstalter auch noch für Ordner gesorgt und die Polizei war ebenfalls vor Ort. Im Vorfeld des Spiels gab es eine Sicherheitsbesprechung mit allen Beteiligten.“ Und so verlief das abendliche Finale in den Fanblöcken meist ruhig – von einigen kleinen Ausnahmen abgesehen.
Frühe Torchance durch Marc Zschernitz
Im Spiel hätten die Zschortauer schon nach zwei Minuten führen müssen. „Marc Zschernitz ist da völlig allein auf den Krostitzer Torwart zugelaufen und hat den Ball am linken Pfosten vorbei geschoben“, berichtete Alexander Prior. „Danach ging es erstmal ausgeglichen weiter, wobei die kopfballstarken Krostitzer vor allem bei Eckbällen gefährlich waren.“
Doch dann knallte Alexander Heinicke mit einem 20-Meter-Kracher den Ball zum 1:0 in den Winkel des Krostitzer Tores. „Unser Torwart Michael Göttert war noch dran, konnte den Treffer aber nicht mehr verhindern“, sagte Thomas Rudolph. „Danach hatten wir einige Chancen zum Ausgleich. Aber Maximilian Giovane Erler hat einen Kopfball neben den Pfosten gesetzt. Steve Gruber und Philipp Kummer sind allein auf den Zschortauer Torwart zugelaufen – aber der hat gehalten.“
Der Krostitzer Wille war gebrochen
Und Alexander Prior ergänzte: „Nach dem 2:0 durch Tobias Gohla war der Wille der Krostitzer dann gebrochen.“ Die FSV-Reserve hatte in der Schlussphase „noch zwei Halbchancen“ (O-Ton Rudolph) durch den eingewechselten Nico Müller, doch die brachten nichts mehr ein.
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Im Vorspiel trafen die A-Junioren vom FC Elbaue Torgau im Nordsachsenpokal-Finale auf den SV Concordia Schenkenberg. Nach einer torlosen ersten Halbzeit sicherte Till Lukas Rehfeld den Schenkenbergern in der 88. Minute den 1:0-Sieg.