Fußball-Landesklasse

Meisterfeier verhindern: Bornaer SV will Spitzenreiter Strich durch die Rechnung machen

Trotz akrobatischer Einlage von Marvin Strankmüller (gelb): Das Hinspiel verloren die Bornaer gegen Markkleeberg mit 1:3.

Borna. Auf heißem Pflaster nicht die Füße verbrannt und obendrein kühlen Kopf bewahrt. Es müsste tatsächlich mit dem Teufel zugehen, wenn für die nach dem 2:0-Erfolg in der Staffel Nord inzwischen mit 34 Punkten auf Tabellenplatz sieben rangierenden Landesklasse-Kicker des Bornaer SV bei Roter Stern Leipzig in Sachen Klassenerhalt noch etwas schief gehen sollte. Zurücklehnen ist bei der Elf von Trainer Marco Gruhne dennoch nicht angesagt. Vielmehr will der BSV verhindern, dass sich Spitzenreiter Markkleeberg am Samstag in Borna vorzeitig die Meisterkrone aufsetzen kann.

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Nach dem Auftritt seiner Schützlinge in Connewitz war Trainer Gruhne voll des Lobes: „Es war eine der stärksten Saisonleistungen, welche mit einem hochverdienten Sieg belohnt wurde. Die Mannschaft hat außer ein paar gefährlichen Standardsituationen praktisch kaum etwas zugelassen und das Geschehen jederzeit im Griff gehabt, ist geschlossen aufgetreten, hat individuelle Fehler vermieden und hätte am Schluss sogar noch deutlicher gewinnen können.“ Der BSV-Coach wäre mit Sicherheit damit einverstanden, wenn sich seine Jungs den einen oder anderen Treffer für das nächste Match aufgehoben haben. Denn die am 26. Spieltag ins Haus stehende Aufgabe ist äußerst anspruchsvoll, Samstag um 15 Uhr gibt der souveräne Spitzenreiter Kickers Markkleeberg im Rudolf-Harbig-Stadion seine Visitenkarte ab.

„Angst ist uns fremd“

Der Landesliga-Absteiger hat mit 59 Zählern und den meisten geschossenen Toren (69, Christian Blochwitz davon allein 18) den Wiederaufstieg beinahe schon in der Tasche, nach dem 2:2 gegen Eutritzsch sind die seit Runde 13 auf dem Gipfel thronenden Grün-Weißen mittlerweile elf Partien ungeschlagen. Marco Gruhne lässt sich von dieser beeindruckenden Bilanz allerdings nicht ins Bockshorn jagen: „Beim 1:3 im Hinspiel haben wir beileibe nicht schlecht ausgesehen und sind letztlich unter Wert geschlagen worden. Mit dem jüngst getankten Selbstvertrauen und der nötigen Zielstrebigkeit ist auch gegen den Tabellenführer aus der Außenseiterposition heraus garantiert etwas machbar, Angst ist uns jedenfalls fremd. Und dass die Markkleeberger in Borna den Meistertitel perfekt machen, muss nun wirklich nicht sein.“

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An der personellen Besetzung der Schwarz-Gelben ändert sich im Vergleich zur Vorwoche nur wenig, der Kader platzt weiterhin nicht gerade aus allen Nähten. Zumal Erik Preiß leicht erkrankt ist, Lenny Müller sich im Urlaub befindet und Justin Brandl das dritte sowie damit letzte Spiel seiner Rotsperre absitzt. Immerhin ist der zuletzt verletzt fehlende Jens Wagner wieder in den Trainingsbetrieb eingestiegen und kehrt eventuell ins Aufgebot zurück.

Frohburger auf Abschiedstour

Das letzte kleine Flämmchen Hoffnung dürfte nun erloschen sein, nach der bitteren 0:1-Heimniederlage gegen den direkten Kontrahenten Schenkenberg ist der Wiederabstieg für den BSV Einheit Frohburg aus der Landesklasse Nord nach menschlichem Ermessen nicht mehr zu vermeiden. Jetzt deswegen die Waffen zu strecken, ist für das Tabellenschlusslicht jedoch keine Option. Das Gesicht zu wahren und sich in den verbleibenden Begegnungen so achtbar wie möglich aus der Affäre zu ziehen, dies ist das Motto in den Reihen der Rennstädter.

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Ebenfalls am Samstag trifft der BSV (15 Punkte) auf einen weiteren Mitaufsteiger, um 15 Uhr erfolgt der Anstoß zum Duell beim SV Panitzsch/Borsdorf (Rang 10, 31 Zähler). Die Blau-Gelben haben mit dem 1:0 bei Tapfer Leipzig durch den zehnten Saisontreffer von Tony Kaiser gerade ihren dritten Auswärts-Dreier am Stück eingefahren und somit einen Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Die Einheit hat eine gesunde Portion Respekt vor der Reise an die Sommerfelder Straße im Gepäck, das in letzter Sekunde erkämpfte 1:1 in der Hinrunde am Erligtweg macht aber durchaus Mut. Schließlich wollen die Grün-Weißen in den fünf verbleibenden Partien noch so viele Gegner wie möglich ärgern. Zu verlieren haben sie ohnehin nichts mehr.

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