Nach sechs Jahren zurück bei Chemie Leipzig – Tim Bunge verlässt FC Eilenburg
Leipzig. Rückkehr nach sechs Jahren: Die BSG Chemie Leipzig holt mindestens für die kommenden zwei Jahre Tim Bunge ins Leutzscher Holz. Das teilte der Regionalligist am Sonntagabend mit, wenige Stunden nach Abpfiff des letzten Heimspiels der Saison (1:1 gegen den BFC Dynamo). Der 28-Jährige kennt sich an Ort und Stelle bestens aus, stammt aus dem Nachwuchs des FC Sachsen Leipzig und schnürte bereits von 2016 bis 2018 die Töppen für die BSG.
Nach einer Zwischenstation beim ZFC Meuselwitz spielte der Stürmer seit Januar 2019 für den FC Eilenburg, mit dem er am Sonntag den Klassenerhalt in der vierten Liga feierte. Bunge habe diesen Moment abgewartet, um seine bisherigen Teamkollegen über seinen Weggang zu informieren. „Das zeichnet ihn menschlich auf jeden Fall aus“, so Hans Jerke, Mitglied der Sportlichen Leitung der BSG. „Tim zeigt wahren Teamgeist, was auf dem Platz gar nicht hoch genug bewertet werden kann. Er ist ein Spieler, dem man lieber in der eigenen Mannschaft weiß als beim gegnerischen Team.“ In der noch laufenden Saison machte der Linksfuß in 29 Pflichtspielen für den FCE neun Tore.
Lesen Sie auch
- Endlich geschafft! FC Eilenburg bleibt nach Sieg gegen Chemnitz viertklassig
- Chemie schafft in Unterzahl 1:1 gegen BFC, Kirstein ist „Spieler der Saison“
- 5:0 für Lok Leipzig: Atilgan und Co. mindern den Derby-Frust
„Wir verpflichten Tim aufgrund seiner sportlichen Entwicklung in den letzten Jahren. Er ist inzwischen weiter zu einem Leistungsträger der Regionalliga gereift“, erklärte Jerke weiter. „Dass mit ihm unser Team um einen weiteren Vollblutchemiker bereichert wird, ist das i-Tüpfelchen dieses Transfers.“ Der so Gelobte macht aus seiner Gefühlslage rund um den Wechsel denn auch keinen Hehl. „Ich bin stolz, ab nächster Saison wieder das Trikot mit dem Fünfeck auf der Brust tragen zu dürfen und die Spiele unserer BSG wieder aus einer anderen Perspektive zu erleben“, wird Bunge in der Vereinsmitteilung zitiert. Er könne es kaum erwarten, wieder um Alfred-Kunze-Sportpark aufzulaufen.