Newsletter „Direktabnahme“

Die Woche mit RB Leipzig: Die Erstliga-Reise der Frauen beginnt in Köln

Ein herzliches Hallo aus der Sportredaktion,

die Bundesliga ist zurück. Das gilt in dieser Woche sogar doppelt. Denn zum Einen starten Marcos Roses Mannen nach der Länderspielpause wieder in den Ligabetrieb. Die Partie gegen den FC Augsburg am morgigen Samstag (Anpfiff 15.30 Uhr) ist der Auftakt zu drei Englischen Wochen in Folge, die neben dem Tagesgeschäft zwei Begegnungen in der Champions League sowie das Erstrunden-Spiel im DFB-Pokal bereithalten. Zum Anderen legen am Sonntag RB Leipzigs Frauen los, bestreiten beim 1. FC Köln eine tatsächlich historische Partie. Es wird die erste des Teams im deutschen Oberhaus sein.

Victoria Krug wird ihre Kolleginnen als Kapitänin auf‘s Feld führen, bevor im Franz-Kremer-Stadion um 14 Uhr der Anpfiff ertönt. „Die Vorfreude, dass es endlich losgeht, ist riesig. Wir wollen zeigen, wo wir stehen“, sagte sie vorab. „Wir sind selbstbewusst, wissen genau, was wir können. Unser Ziel ist es, das an den wichtigen Tagen auch abzurufen.“ Bis zu ihrem Engagement am Cottaweg hat die 25-Jährige einen spannenden und vor allem herausfordernden Weg zurückgelegt. Meinem Kollegen Tilman Kortenhaus hat sie einen Teil ihrer Geschichte erzählt (absolute Leseempfehlung!). Was mir beim Lesen aufgefallen ist: Ähnliche Geschichten würden wir aus dem Mund eines männlichen (Profi-)-Kollegen wohl nicht hören.

Dafür gibt es ganz viele (nachvollziehbare) Gründe. Die recht junge Geschichte mag einer dieser Gründe sein. Recht prägnant zusammengefasst hat die Sachlage Katharina Thiel, ihres Zeichens Technische Direktorin bei Eintracht Frankfurt. Angesprochen auf die Entwicklung der Frauen-Bundesliga sagte sie jüngst: „Das ist ein Triathlon. Gefühlt sind wir gerade aus dem Wasser gestiegen, müssen noch aufs Fahrrad und auf die Rennstrecke.“ Ich denke, ihre Worte lassen sich nicht nur auf die erste Liga im Speziellen, sondern den Frauen-Fußball in Deutschland im Allgemeinen münzen. Ja, es hat sich viel getan in den vergangenen Jahren. Die Kickerinnen sind medial wesentlich präsenter, haben bessere infrastrukturelle Bedingungen, erhalten mehr (finanzielle) Anerkennung, auch wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter meilenweit entfernt sind von denen ihrer männlichen Pendants.

Dass sich Letzteres ändert, liegt auch in der Hand der Fans. Je zahlreicher sie zu den Spielstätten pilgern, egal ob in der ersten oder der vierten Liga, je größer ihre Unterstützung wird, desto interessanter werden die Frauen-Teams für Sponsoren und - ja - die Medien. Womit wir beim Kehren vor der eigenen Haustür wären. Wir haben in der Redaktion lange darüber diskutiert, wie intensiv wir die RB-Frauen in den kommenden Monaten begleiten wollen (und können). Unsere Entscheidung: Wir wollen und werden es nicht bei einem großen Auftaktbeitrag bewenden lassen. Wir möchten die Reise von Victoria Krug und Co. ein Stück weit mitmachen und Euch auf diese Reise mitnehmen. Wir beginnen am Sonntag, in Köln. Seid gespannt!

Ich wünsche Euch ein entspanntes Wochenende!

Eure Antje Henselin-Rudolph

Leiterin Sport Desk

 

Lese-Empfehlungen:

  • Am Sonntag starten RB Leipzigs Frauen in das Abenteuer erste Liga. Victoria Krug hat mit 25 Jahren bereits zwei Bachelor-Abschlüsse in der Tasche, ist selbstständige Webentwicklerin und Kapitänin von RB. Auf der Suche nach immer neuen Herausforderungen will sie nun mit ihren Kolleginnen die Bundesliga aufmischen. Ein Porträt von Tilman Kortenhaus.
  • Ein Traumgegner für RB Leipzig? Fast scheint es so. Seit sechs Jahren sind die Sachsen in der Bundesliga gegen Rot-Grün-Weiß ungeschlagen. Was steckt hinter dem FC Augsburg anno 2023? Benjamin Post gibt Antworten.
  • Nach den Ausfällen von El Chadaille Bitshiabu und Kapitän Willi Orban schrumpft die Beinfreiheit von Cheftrainer Marco Rose in der Abwehr. Ein paar Innenverteidiger bleiben RB Leipzig aber noch. Alles Wichtige über die Verletzungen und die Ersatzmänner hat Guido Schäfer zusammengetragen.
  • Wird das Finale der Conference League 2026 oder 2027 in Leipzig ausgetragen? Bundesligist RB Leipzig bemüht sich genau darum. Die Konkurrenz ist allerdings zahlreich – und kommt nicht nur aus Europa. Wir haben den aktuellen Sachstand zusammengefasst.
 

Neue Podcast-Folge:

Am 14. September feiert ein ikonischer deutscher Fußballer seinen Geburtstag. Es ist der Mann, der aus der Tiefe kam. Mit langen, wehenden Loden. Der lässig einen Ferrari Dino fuhr, während seine Kollegen stolz ihren neuen Opel Admiral oder Ford Capri per Hand putzten. Der eine Disco eröffnete und seinen entsetzten Chef Hennes Weisweiler auch noch zur Eröffnung einlud. Herzlichen Glückwunsch, Günter Netzer! Einer seiner Fans heißt Guido und kam vor zehn Jahren in den Genuss, eben jenen Supermann zu interviewen. Wie das Gespräch anno 2013 lief und vieles mehr wird im LVZ-Erfolgspodcast „Die Rückfallzieher“ zum Besten gegeben.

Als stattlicher Ersatzmann für den urlaubenden Meigl Hoffmann glänzt in dieser Woche der Leipziger Fußball-Weise Frank Engel, der im wilden Osten und wilden Westen seine Spuren hinterlassen, in knapp 300 Länderspielen von deutschen Jugendnationalmannschaften auf der Bank gesessen hat. Der sehnige 72-Jährige spricht mit dem angedickten Schäfer, ab sofort 59, über die größten Talente, die durch seine Hände gegangen sind (Thomas Doll, Andreas Thom, Mesut Özil und Co.), sagt, wer Bundestrainer wird und wie genau er die Familie Rose kennt. Garniert wird der Geburtstags-Podcast durch Gratulationsbotschaften von Marco Rose und Stefan Effenberg. Hier geht es zur aktuellen Podcast-Folge!

„Die Rückfallzieher“ – in dieser Woche mit Gast Frank Engel (r.).

Die Rückfallzieher“ gibt es in dieser Saison immer ab Donnerstag exklusiv für Abonnentinnen und Abonnenten von LVZ+. Wer ein Digital-Abo oder ein LVZ-Sport-Abo hat, kann Guido, Meigl und ihre Gäste hören. Die aktuelle Folge gibt es immer hier. Ihr habt noch kein Abo? Kein Problem. Wir empfehlen das Sport-Abo für nur 4,99 Euro pro Monat. Der erste Monat ist gratis. Mehr Infos dazu findet Ihr unter www.lvz.de/sportabo.

 

Wichtige Infos zum Spiel gegen Augsburg:

 

Spruch der Woche:

Als ich ein Kind war, habe ich auf Sand, Wiesen, Asphalt, Kunstrasen, Matsch und Schnee gespielt. Bei Wind und Wetter. Manchmal mit Bällen, die nicht ganz rund waren. Es ist alles eine Frage der Einstellung.

Mohamed Simakan im LVZ-Interview zum Champions-League-Spiel auf Kunstrasen in Bern - das Interview erscheint am Freitag ab 18 Uhr digital auf www.lvz.de und am Samstag gedruckt.

Und sonst so?

Das Heimspiel gegen den FC Augsburg steht ganz im Zeichen von „Bullis Bande“, dem Kids Club des Bundesligisten. Nachdem kleine Nachwuchsreporter bereits am Mittwoch auf einer eigens organisierten Pressekonferenz die Chance hatten, die Profis Yussuf Poulsen und Janis Blaswich mit Fragen zu löchern, bietet auch der Spieltag selbst einige Besonderheiten. Bereits ab 12.30 Uhr öffnet auf der Festwiese ein „Bullis Bande“-Dorf. Auf die Kinder warten dort unter anderem ein Socccercage, Speedshot, Sub-Soccer und eine Hüpfburg. Es soll einen Recucling-Workshop sowie Müll-Pong geben. Am Gaming-Stand können die jungen Fans unter dem Motto „Beat the Pro“ gegen eSportler von RB antreten.

Der Bullenfunk, der die Partien des DFB-Pokalsiegers überträgt, bekommt am Samstag außerdem Verstärkung. Die 10-jährige Inga gehört gegen Augsburg zum Reporterteam und wird die Partie mit kommentieren. Inga wurde aus rund 300 jungen Bewerberinnen und Bewerbern ausgewählt. Was sie im Radio dann auch besprechen kann: eine Choreo. Die soll es in der 55. Minute des Spiels in Block 113 geben. Das 8 mal 8 Meter große Banner entstand gemeinsam mit den Mitgliedern von „Bullis Bande“ nach der Pressekonferenz am Mittwoch.

„Bullis Bande“ ist der Kids Club von RB – für Fans von 0 bis 14 Jahren. Die jungen Anhängerinnen und Anhänger werden regelmäßig in die Heimspiele des Bundesligisten involviert, zum Beispiel als Einlaufkinder. Seit dieser Saison tragen außerdem acht Kids kurz vor dem Anpfiff zwei Fahnen mit den jeweiligen Vereinswappen der Teams auf den Rasen.


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