EM-Gold für Kajakzweier, beim DHfK-Canadier ist im Finale der Akku leer
Racice/Leipzig. Die Paris-Olympiasieger Jacob Schopf und Max Lemke haben sich auch bei der Europameisterschaft in Racice als unschlagbares Duo erwiesen. Im Kajak-Zweier über 500 Meter gewannen sie in einem knappen Rennen vor dem Gastgeber-Boot aus Tschechien. Auf Rang drei kam Italien.
Bei den Frauen holten in derselben Bootsklasse Paulina Paszek und Pauline Jagsch Silber, der Vierer legte einen furiosen Endspurt hin und kam als Dritter noch aufs Podium. Kurzfristig mussten die K4-Damen den Ausfall von Jule Hake kompensieren.
Deutsches Paradeboot ohne EM-Medaille
Das deutsche K4-Paradeboot der Männer, immerhin Gold-Gewinner bei Olympia in Paris und bei der WM 2023, kam zeitgleich mit den Spaniern nicht über Rang vier hinaus. Für das erfolgsverwöhnte Boot mit Max Rendschmidt, Jacob Schopf, Max Lemke und Anton Winkelmann war es erneut ein Rückschlag, nachdem beim Weltcup-Start die seit 2023 anhaltende Siegesserie gerissen war. Viele Diskussionen gab es im Vorfeld darüber, dass Gold-Abonnent Tom Liebscher-Lucz aus Dresden nicht mehr zum Vierer gehört. Der 31-Jährige kam im Einer auf Platz sieben.
Auch aus Leipziger Sicht lief es nicht optimal. David Bauschke, Neuzugang beim SC DHfK Leipzig, freute sich zunächst über den Finaleinzug im C1 über 1000 Meter. Doch im Endlauf dieser olympischen Disziplin verließen ihn die Kräfte. So wurde er mit elf Sekunden Rückstand Neunter und Letzter. „750 Meter lang war ich gut dabei, dann konnte ich nicht mehr angreifen. Es war einfach nicht mein Tag. Nun liegt der Fokus auf dem Training, damit mir das zur WM nicht noch mal passiert”, sagte der Schützling von Trainer Gunar Kirchbach.
DHfK-Kollege Nico Pickert hatte die EM wegen eines schweren Infektes verpasst. Sein Zweierpartner Conrad Scheibner startete im Canadier-Einer über 500 Meter und musste sich mit Rang sieben zufriedengeben „Wir haben einen klaren Plan für die Weltmeisterschaften, diesen gilt es jetzt umzusetzen“, sagte Bundestrainer Arndt Hanisch gerade mit Blick auf das medaillenlose Flaggschiff K4. Die WM in Mailand steigt vom 20. bis 24. August.