Saisonauftakt im DHB-Pokal

Bundesligist im DHB-Pokal zu Gast: Was geht für HC Leipzig gegen Blomberg?

Rechtsaußen Pauline Uhlmann geht in ihre zweite Saison als HCL-Kapitänin. Die 22-Jährige will mit dem Zweitligisten in dieser Saison richtig Gas geben. Zum Auftakt kommt am Sonntag im Pokal Erstligist Blomberg-Lippe in die Brüderstraße.

Leipzig. Handballtrainer Runar Sigtryggsson hätte seine Freude an den HCL-Frauen. Von seinen DHfK-Männern forderte der Isländer nach der Bundesliga-Auftaktniederlage gegen Berlin mehr Tempo und viel mehr einfache Tore durch Konter. HCL-Coach Fabian Kunze berichtete in der gestrigen Pressekonferenz ganz nebenbei, dass sein Team im letzten Testspiel in Hälfte eins 16 der 19 Tore durch schnelle Gegenstöße erzielte. Der Unterschied: Diese glänzende Bilanz schafften die Leipzigerinnen gegen einen Drittligisten aus Niedersachsen. Was davon können die Zweitliga-Spielerinnen nun im „Ernst des Lebens“ umsetzen?

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Der Fakt zeigt auf jeden Fall, wie der HCL am Sonntag (16 Uhr) den haushohen Favoriten ärgern will. Denn zum Saisonstart kommt gleich mal Bundesligist Blomberg-Lippe zum DHB-Pokal in die Brüderstraße. Es ist das schwerste Los, das überhaupt im Topf lag. „Die besten vier Teams haben ein Freilos – wir haben die fünftbeste Mannschaft erwischt“, erklärt Kunze.

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„Wir haben uns deutlich im Tempo gesteigert“

Für seine Kapitänin stellt die Stärke des Gegners aber kein Problem dar. „Da können wir befreit aufspielen, niemand erwartet von uns einen Sieg“, sagt Pauline Uhlmann, die als Rechtsaußen aus erster Hand vom neuen HCL-Tempohandball berichtet. „Die Laufintensität ist bei uns höher als vergangene Saison, wir haben uns deutlich im Tempo gesteigert.“ Dies hänge vor allem mit der erfahrenen Nele Kurzke im Tor zusammen. Die 33-Jährige ist nicht nur für tolle Paraden prädestiniert, sondern leitet mit Vorliebe mit langen Pässen Konter ein.

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Vizepräsident Ronald Schierbok ist begeistert, wie der HCL in der Vorbereitung mit dieser Waffe sogar Erstligist Halle-Neustadt ein Remis abtrotzte: „Die wussten genau, was Nele macht – haben es aber nicht unterbunden bekommen.“ Ebenso hätten sich die Saalestädterinnen an der kompakten HCL-Deckung die Zähne ausgebissen, ehe sie die Torhüterin herausnahmen und es mit einer siebten Feldspielerin versuchten. „Da haben wir vier Mal erfolgreich mit Fernwürfen das leere Tor getroffen“, frohlockt Schierbok.

Kapitänin fehlte wegen des Studiums im Trainingslager

Ganz euphorisch verlief die Vorbereitung indes nicht. So fehlte unter anderem Kapitänin Uhlmann wegen ihres Medizinstudiums im Trainingscamp in Bayern, auch aufgrund von Auswahlverpflichtungen und Blessuren war der Kader im Training häufig lückenhaft, zwei oder drei Spielerinnen werden auch am Sonntag ausfallen. Zur „Wahl“ der Kapitänin gibt Kunze zu verstehen: Der HCL liebt Demokratie, will es damit aber nicht übertreiben. Also wurde die Spielführerin vom Trainerteam festgelegt, sie geht in dieser Rolle in die zweite Saison. „Pauline macht das gut, sie fängt die Schwingungen in der Kabine gut auf“, so der Coach, der betont: Die Türen des Vorstandes und der Trainer stehen für alle Spielerinnen stets offen.

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