"Wütend und traurig zugleich"

RB verurteilt rassistische Beleidigungen gegen Lois Openda auf das Schärfste

Nicht akzeptabel: Loïs Openda wird in den sozialen Netzwerken aufs übelste beleidigt.

Leipzig. RB Leipzigs Lois Openda war im Nachgang der Partie zwischen den Sachsen und dem FC St. Pauli am Sonntag in den sozialen Netzwerken massiven rassistischen Beleidigungen ausgesetzt. Der Belgier postete am Dienstag in seiner Instagram-Story Screenshots der widerlichen Nachrichten, die er erhalten hatte. Sie sind in Englisch und Französisch verfasst. Darin wird der Stürmer unter anderem als „behinderter schwarzer Sklave“, „Müll“, „Affe“ und mehr bezeichnet. Einer der Absender droht Openda, ihn zu erschießen. Die Schreiber beziehen sich auf die zuletzt mangelnde Treffsicherheit des 24-Jährigen.

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Der Bundesligist reagierte am Mittag mit einem offiziellen Statement über die vereinseigenen Kanäle, verurteilt darin die Äußerungen gegenüber Openda auf das Schärfste. „Die rassistischen Beleidigungen und Anfeindungen gegen Lois Openda widern uns an, machen wütend und traurig zugleich“, hieß es seitens RB. „Lois hat die volle Unterstützung des Clubs, gemeinsam kämpfen wir gegen jegliche Form der Diskriminierung.“ RB stehe für Vielfalt und Offenheit, für Menschenwürde und Toleranz, „für die Grundwerte unserer Gesellschaft“. Mit dem Verweis auf den seit Jahren genutzten Satz „Unser Ball ist bunt“ schrieb RB zudem: „Für uns ist unmissverständlich klar: Unsere Teams sind bunt, unser Stadion ist bunt, unser Club ist bunt.“

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Auch Benjamin Henrichs kämpfte gegen Internet-Hass

Openda selbst reagierte auf die Anfeindungen mit einem persönlichen Statement, das er ebenfalls in seiner Instagram-Story hochlud. In französischer Sprache schrieb er hier: „Keine Person wird mich dazu bringen, meine Träume oder Ziele im Leben aufzugeben. Und schon gar nicht diese Rassisten, die sich hinter einem Bildschirm verstecken. Und ich bin stolz darauf, schwarz zu sein.“

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Es ist nicht das erste Mal, dass Spieler von RB Leipzig sich gegen rassistische Anfeindungen wehren. So erstattete Benjamin Henrichs 2023 gegen mehrere Personen Anzeige, nachdem er im Nachgang des DFB-Pokalspiels gegen Borussia Dortmund ebenfalls in den sozialen Netzwerken beleidigt worden war. Die Beleidigungen richteten sich nicht nur gegen den Nationalspieler, sondern auch gegen dessen Familie.

Damals hatte sich auch Coach Marco Rose während einer Pressekonferenz geäußert - und Hassbotschaften klar verurteilt. Diese seien „anonym und feige“, Der RB-Trainer wünschte sich vor allem eine härtere Bestrafung der Absender. „Man sollte drakonischere Strafen verhängen - da sollte sich der Staat auch mal Gedanken machen -, indem man solche Kameraden dann einfach mal aus dem Verkehr zieht, aus der Wohnung rausholt, aus dem Klo, und ein paar Tage wegsperrt. Dann würde man den einen oder anderen zum Nachdenken anregen, das vielleicht zu lassen und sich wie ein normaler, sozialer Mensch zu verhalten.“

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