Nachfolger für Max Eberl

Wechsel nun auch offiziell: Marcel Schäfer wird Geschäftsführer Sport bei RB Leipzig

Der Nachfolger von Max Eberl steht fest: Der Wolfsburger Marcel Schäfer kommt als Geschäftsführer Sport nach Leipzig.

Leipzig. Gut zehn Wochen sind die ersten Medienberichte inzwischen her, seit Sonntagnachmittag ist es auch offiziell: Marcel Schäfer wird bei RB Leipzig der Nachfolger von Max Eberl. Kurz bevor das Transferfenster öffnet haben die Roten Bullen nun also einen deutschen Meister verpflichtet. Irgendwann Deutscher Meister mit Leipzig – das wäre auch was für Marcel Schäfer. Denn der 40-Jährige soll abseits des Platzes an der erfolgreichen Leipziger Fußball-Zukunft arbeiten. Der einstige Bundesliga-Champion mit dem VfL Wolfsburg wird neuer Geschäftsführer Sport bei RBL.

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„Wir freuen uns sehr, dass wir Marcel Schäfer als neuen Geschäftsführer Sport präsentieren können. Wir sind überzeugt, dass er mit seinem Spirit, seiner Erfahrung und seinen Fähigkeiten sehr gut zu RB Leipzig passt“, so Aufsichtsratsvorsitzender Oliver Mintzlaff in einer Vereinsmitteilung. Und auch Vorstandsvorsitzender Johann Plenge fand lobende Worte: „Die Gespräche mit Marcel haben gezeigt, dass er neben seinen Fähigkeiten und seinem Netzwerk auch den unbedingten Willen einbringt, mit RB Leipzig in der kommenden Spielzeit und darüber hinaus wieder vorne anzugreifen. Mit diesem Mindset passt er bestens zu RB Leipzig, zudem hat er in Wolfsburg eine ähnliche Philosophie verfolgt, viele junge Spieler verpflichtet und weiterentwickelt.“

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Vorgänger Eberl war schnell wieder weg

Schäfers Vorgänger hatte eine kurze Amtszeit: Eberls Aus wegen fehlenden Commitments für RBL wurde am 29. September des Vorjahres bekannt – einen Tag vor dem Spiel gegen den FC Bayern München (zum FCB wechselte er bekanntlich später). Eigentlich besaß der Fußballmanager einen Vertrag bis 2026 – doch RBL kassierte dem Vernehmen nach 4,5 Millionen Euro Ablöse.

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Seit Eberls Ende ging es rund um den Cottaweg um seine Nachfolge – die Lösung lag nicht um die Ecke, aber auch nicht so fern. Sie umfasst einen Wolfsburger Meisterspieler von 2009, der nach seinem Karriereende neben dem Rasen an seiner Funktionärskarriere feilte. Vom 1. Juli 2018 bis 31. Januar 2023 zunächst als Sportdirektor, vom 1. Februar 2023 bis zu seinem Aufsehen erregenden Ende in Wolfsburg am 10. April als Geschäftsführer, bis ihn der VfL-Aufsichtsrat von seinen Aufgaben entband. Schäfer informierte den Aufsichtsrats-Vorsitzenden Frank Witter über seinen Wechselwunsch und eine damit verbundene vorzeitige Beendigung seines bestehenden Vertrages bis 2026 – und wurde sofort von seinen Aufgaben entbunden.

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Wolfsburger Fans von VfL-Ikone teilweise enttäuscht

Schäfer weg vom VfL und in Verbindung mit RBL? Das enttäuschte viele Fans der Wolfsburger und Schäfer hatte danach in seiner fußballerischen Heimat keine leichte Zeit. Die Verbindung Schäfer-Wolfsburg passte jahrelang. Seit 2007 spielte der gebürtige Aschaffenburger in der Stadt am Mittellandkanal – und sich nicht nur wegen der Meisterschaft unter Trainer Felix Magath in die Herzen der Anhänger. Als Linksverteidiger bestritt die Vereins-Ikone 312 Pflichtspiele für den VfL, erlebte etliche Trainer, feierte Erfolge, hatte Misserfolge, erlebte die Fußballwelt von Abstiegskampf bis Champions League. Auch als Geschäftsführer lief nicht immer alles rund in der Autostadt. Noch vor seinem Aus in Wolfsburg gab’s einen Trainerwechsel von Niko Kovac zum Ex-Leipziger Ralph Hasenhüttl. Wolfsburger Angelegenheiten: Geschichte.

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Nach Schäfers Aus bei dem Werksklub war es nur eine Frage der Zeit, bis Schäfer und Leipzig eine Zusammenarbeit beschließen. Wie RB im Fußball arbeitet, hatte Schäfer aufmerksam verfolgt. Und ist jetzt selbst ein Teil der Roten Bullen – und erhielt einen Vertrag bis 2028 mit Beginn am 1. August.

RB soll „Anlaufstationen für junge Top-Talente in Europa“ bleiben

Schäfer selbst betonte in der Vereinsmitteilung seine Vorfreude auf die neuen Aufgaben: „RB Leipzig ist einen beeindruckenden Weg gegangen, hat sich in den letzten Jahren hervorragend entwickelt und ist, neben den nationalen Titelgewinnen, auch international zu einer echten Größe geworden. Unser gemeinsames Ziel ist es, dass dieser Top-Club weiter wächst, maximal erfolgreich ist und gleichzeitig eine der ersten Anlaufstationen für junge Top-Talente in Europa bleibt. Ich freue mich sehr darauf, die nächsten Kapitel der bislang so außergewöhnlichen RB Leipzig-Story mitschreiben zu können.“

In der Chefetage der Leipziger wird der neue Sportchef ein weiterer Geschäftsführer neben Johann Plenge (Chief Business Officer und Vorstandsvorsitzender RasenBallsport Leipzig e. V.) und Florian Hopp (Chief Finance Officer). Schäfer hat die Gesamtverantwortung für Männer-, Frauen- und Nachwuchsbereich und wird in Sachen Kaderplanung mit RBL-Sportdirektor Rouven Schröder zusammenarbeiten – und an den Transfers werkeln. Für Schäfers Wechsel zahlt RBL nach LVZ-Informationen 1,5 Millionen Euro Ablöse an den VfL.

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