Herzerkrankungen im Fokus: SC DHfK wirbt für medizinische Berufe
Leipzig. Die Anspannung ist Karsten Günther bei den Heimspielen in der Quarterback Immobilien Arena oft anzusehen. Der Geschäftsführer des SC DHfK Leipzig lässt sich von den Spielen auf der Platte mitreißen, Sieg wie Niederlage raubte ihm in der Vergangenheit schon so manchen Nerv. Auf die Crew hinter den Kulissen kann sich der erfahrene Manager aber stets verlassen, die Abläufe sind eingespielt, Sicherheit wird groß geschrieben. „Medizinische Notfälle passieren einfach, wenn tausende Menschen an einem Ort sind. Umso wichtiger ist es, dass gutes Personal da ist“, weiß Günther. Und damit das auch so bleibt, steht der Spieltag am Donnerstag (19 Uhr) gegen den Bergischen HC unter einem ganz besonderen Motto: der Ausbildung von medizinischen Fachkräften.
„Ganz besonders in der Pflege gibt es einen großen Bedarf. Diese Jobs sind sehr wichtig! Wir wollen unseren Teil dazu beitragen, sie ins Schaufenster zu stellen und für diese Ausbildungen zu werben“, erklärt der Manager. Zusammen mit der Medizinischen Berufsfachschule des Universitätsklinikums wird deshalb bei dem Heimspiel ordentlich Werbung gemacht. Eine Aktion vor dem Anpfiff: Im Foyer können Fans ihren Blutzucker und Blutdruck messen lassen. Zudem können Interessierte mit Ausbildern wie derzeitigen Azubis ins Gespräch kommen.
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DHfK und Uniklinik wollen für Herzerkrankungen sensibilisieren
Den Blutdruck hatte sich Günther bei einer ganz ähnlichen Aktion im vergangenen Jahr bereits prüfen lassen. „Ich stand kurz davor, aus dem Verkehr gezogen zu werden, weil die Werte nicht ganz der Norm entsprochen haben“, sagt er und lacht. Die Anspannung vor dem Spiel ließ sich in den Daten bestens ablesen. Dann wird Günther ernst: „Es geht uns dabei um potenzielle Herzerkrankungen. Ein wichtiges Thema, ganz besonders im stressigen Alltag. Da nehme ich mich nicht aus und lasse mich regelmäßig durchchecken.“
Dass es in der jüngsten Vergangenheit dennoch zu tragischen Szenen kam, macht die Aktion für Günther umso wichtiger. Beim Spiel um die Bronzemedaille der Europameisterschaft war in der Kölner XXL-Spielstätte ein Mensch zusammengebrochen, wurde von den Teamärzten der deutschen und schwedischen Nationalmannschaft versorgt und gerettet. Beim Spiel der Fußballer von RB Leipzig gegen Borussia Mönchengladbach hatten die Rettungskräfte keinen Erfolg. „Es ist sehr schade, dass es in diesem Fall nicht gut ausging. Als Sportvereine müssen wir uns dieser Situation stellen. Wir wissen, dass solche Dinge passieren können und wollen gut vorbereitet sein. Gut ausgebildete Menschen, die in solchen Situationen helfen können, sind unverzichtbar“, sagt Günther.