Fußball-Landesklasse

Chance genutzt: SC Hartenfels Torgau sendet ein Lebenszeichen

Die Freude war ähnlich groß wie nach dem Sieg gegen den SV Liebertwolkwitz. Durch den Erfolg gegen Roter Stern Leipzig gibt es noch eine Chance auf den Klassenerhalt.

Torgau. Die aktuelle Tabellensituation will es so, dass für die Landesklassisten des SC Hartenfels Torgau aktuell jedes Spiel ein Endspiel ist, denn nach dem dürftigen April mit entsprechend magerer Punktausbeute ist der Abstand auf das rettende Ufer auf sieben Punkte angewachsen. Und so wurde auch das immer schwere Auswärtsspiel im Sportpark Dölitz in Leipzig vor der stattlichen Kulisse von 330 Zuschauern zum Tod-oder-Gladiolen-Spiel.

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Doch die Gäste versteckten sich gegen einen ebenfalls um den Ligaverbleib kämpfenden Gegner nicht, beide Teams wussten um die Bedeutung des Spiels und klappten ihrerseits das Visier recht schnell hoch. Somit sahen die Beteiligten eine temporeiche erste Hälfte mit sehr ansehnlichen Ansätzen auf beiden Seiten, bei der allerdings die ganz großen Torraumszenen ausbleiben sollten. Denn das letzte Risiko wollte dann doch keiner so recht gehen, ein Rückstand in der aktuellen Gemengelage würde keinem weiterhelfen. Doch vor der Pause bauten die Gastgeber dann doch den ersten richtigen Schnitzer in ihr Spiel ein, als der Verteidiger das Leder gegen den wachsamen Steven Hache vertändelte. Der Torgauer Goalgetter ließ sich diesen „Riesen“ allein vor dem Leipziger Hüter nicht entgehen und stellte auf 1:0 für seine Farben.

Großes Engagement und eine Portion Glück

Mit diesem Zwischenstand wurden die Seiten gewechselt und in Abschnitt zwei suchte der Hausherr eine schnelle Antwort auf diesen Rückschlag/Rückstand. Folglich ging der RSL ein noch höheres Tempo, brachten den SCH04 in einigen Situation dabei auch ordentlich ins Schwimmen. Doch Tristan Hoigt im Torgauer Tor erwischte einen sehr guten Tag, war gleich bei mindestens drei brenzligen Situationen Herr der Situation und hielt seinen Kasten sauber. Das Leipziger Risiko mit hoch aufgerückten Verteidigern sollte im Normalfall dann aber auch den Elbestädtern in die Karten spielen, denn Hache, Leutnitz und Co. hatten durchaus Geschwindigkeitsvorteile gegenüber der gegnerischen Abwehr. Allerdings muss auch konstatiert werden, dass mögliche Konterräume nur unzureichend gut bespielt wurden, mögliche Nadelstiche oder gar der zweite Treffer im Keim stecken blieben.

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Somit musste der SCH bis zum Ende rackern und kämpfen, bis der ein oder andere Kicker sprichwörtlich auf dem Zahnfleisch kroch. Doch mit einer Portion Glück und eben dem großen Engagement brachte das Team den knappsten aller Vorsprünge über die Ziellinie und meldet sich somit im Kampf um den Ligaverbleib zumindest als noch am Leben befindlich zurück. Am kommenden Spieltag (25.05.) gastiert Tabellennachbar Delitzsch im Hartenfelsstadion. Und wer weiß, ob mit einer ähnlich kämpferischen Leistung und dem erzwungenen Glück nicht doch noch der allerletzte Strohhalm in puncto Klassenerhalt zu Greifen ist.

Torgau: Hoigt, Mi. Michalari (39. L. Jäger), Weimann (83. Peter), Näke, Uhl (46. Wetzer), Förster, Leutnitz, Freymuth, Zinke, Hein, Hache

Zuschauer: 330

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