Fußball – Kreisoberliga

Nach sieben erfolglosen Anläufen: SV Ostrau überrascht Spitzenreiter Roßwein

Tiefer Rasen, idyllische Kulisse: Der SV Ostrau (gelbe Trikots) zog Spitzenreiter Roßweiner SV den Zahn.

Ostrau. Abermals hatte der Himmel seine Schleusen weit geöffnet, somit ging am 22. Spieltag der Fußball-Kreisoberliga der Männer nur wenig. Ohne Kunstrasen schon gar nicht – außer in Ostrau. Dort konnte auf dem der Witterung wieder einmal trotzenden Rasen an der Kirchstraße das reizvolle Nachbarschafts-Duell zwischen dem heimischen SV 90 und dem souveränen Spitzenreiter Roßweiner SV vom Pegauer Unparteiischen Dirk Engelmann frei gegeben werden.

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Und es ereigneten sich weitere unvorhergesehene Dinge. Zunächst hörte es pünktlich mit dem Anpfiff auf zu regnen, anschließend zog der Gastgeber dem Tabellenführer das Fell über die Ohren. Der 1:0-Erfolg war der erste für den SVO gegen den RSV nach zuletzt sieben vergeblichen Anläufen, womit sich die Mannschaft von Trainer Mathias Donath im Klassement an den ungewollt spielfreien Pegauern vorbei auf den 4. Platz schieben konnte. Der Klassenprimus kassierte nach dem 1:3 Mitte November in Bennewitz seine zweite Niederlage in der laufenden Saison, dennoch dürfte für das Team um Coach Jörg Soujon in Sachen Meistertitel nichts mehr anbrennen.

Ostrau mit Fortuna im Bunde

140 erwartungsvolle Zuschauer sahen am Samstagnachmittag ein angesichts der Derby-Brisanz bemerkenswert faire (lediglich zwei gelbe Karten) und über weite Strecken gutklassige Begegnung geboten, welche in Sachen taktischer Raffinesse und herzhaften Zweikämpfen kaum etwas zu wünschen übrig ließ. Da sich das hart umkämpfte Match vornehmlich zwischen den Strafräumen bewegte und auf beiden Seiten die kontrollierte Offensive bevorzugt wurde, blieb die Zahl hochkarätiger Tormöglichkeiten allerdings überschaubar.

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Der Spannung tat dies jedoch zu keinem Zeitpunkt einen Abbruch. In einem einzigen, aber entscheidenden Moment konnten die Hausherren die beste Defensivabteilung der Staffel überwinden. Das letztlich goldene Tor für die Einheimischen fiel in der 21. Minute, als Kapitän Lukas Bauer einen an Toni Vogt verursachten Foulstrafstoß verwandeln konnte. Insgesamt gesehen ein keinesfalls unverdienter Sieg für die Jahnataler, zugegebenermaßen mit dem nötigen Quäntchen Glück. Doch auch die Zuwendungen von Göttin Fortuna muss man sich bekanntlich erarbeiten.

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Im Muldental gab es zur selben Zeit zwei Schützenfeste zu feiern. Der Rang-Dritte SV Naunhof behielt gegen das abgeschlagene und sieglose Schlusslicht TSV Burkartshain erwartungsgemäß deutlich mit 6:0 (4:0) die Oberhand. Benjamin Große, Axel Möhring, Joe Dennis Richter und Max Krause teilten sich in der „Clade“ zunächst brüderlich in die üppige Ausbeute hinein, bevor letzterer einen Doppelpack schnürte und damit das halbe Dutzend voll machte.

Das klare 6:1(3:0) des Rang-Siebenten SV Tresenwald Machern gegen Aufsteiger BSV Einheit Frohburg konnte ebenfalls nicht wirklich überraschen. Roy Pfüller eröffnete im Sportpark an der Gartenallee mit einem Doppelschlag den Torreigen und erhöhte sein Konto auf fünfzehn Treffer in diesem Spieljahr. Danach trat der zweite SVT-Goalgetter auf den Plan, Jamel Helali vernaschte die Abwehr des Tabellen-Vorletzten gleich viermal und ist mit jetzt achtzehn Buden Drittbester der Liga. Frohburgs Franz Mäding verhinderte aus abseitsverdächtiger Position mit dem zwischenzeitlichen 4:1 einen Hattrick der Macherner Zaubermaus.

Aus Bennewitz, Pegau, Hohnstädt, Beucha und Großsteinberg wurde nach den ergiebigen Güssen „Land unter“ gemeldet – Staffel-Leiter Jens Bretschneider hat nach der nicht unwesentlichen österlichen Abarbeitung nun schon wieder siebzehn Nachholspiele auf dem Tisch liegen.

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