Fußball-Landesklasse

Trotz früher Führung: Bornaer SV kassiert gegen Lipsia Eutritzsch die nächste Klatsche

Der Bornaer Franz Müller setzt sich im Zweikampf durch.

Borna. In die langen Gesichter der Verantwortlichen des Bornaer SV nach dem Heimspiel der Landesklasse Nord mischte sich am vergangenen Samstagnachmittag auch noch eine gewisse Ratlosigkeit. Zuvor hatten sich die Schwarz-Gelben gegen den SV Lipsia Eutritzsch die nächste herbe 1:5-Klatsche abgeholt.

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Dabei war die Hoffnung nach dem Sieg vergangene Woche in Schenkenberg groß, auch wenn personell mal wieder auf der Rasierklinge balanciert werden musste, so kam ein Majd Almoussa zum Einsatz, der zwar wieder gesund, aber zwei Wochen kaum trainiert hatte. Auch Etienne Wangermann begann mit einer Oberschenkelverletzung, nach der Partie war alles noch viel schlimmer, nicht nur das Endergebnis drückte die Stimmung. Dabei fing alles so gut an. Obwohl die ersten Minuten die Gäste aus Eutritzsch mächtig Gas gaben, war der BSV nach fünf Minuten plötzlich da. Kevin Kutzner brachte einen Eckstoß vor das Tor der Leipziger, der abgewehrte Ball kam wieder zu ihm, sein Abschluss ließ Sascha Gerstenberger im Tor der Gäste das erste Mal parieren.

Borna will, doch Lipsia ist cleverer

Zuvor war es übrigens schon passiert: Wangermann knickte ohne Fremdeinwirkung um, hielt dann noch über fünfzig Minuten durch, obwohl schon frühzeitig der Verdacht nah lag, dass die Bänder wohl mächtig in Mitleidenschaft gezogen sind. Aber Wangermann biss auf die Zähne – und stand nach zehn Minuten goldrichtig: Diagonalball von Kutzner zu Marvin Strankmüller, der sich an der Torauslinie durchsetzen konnte, Pass ins Zentrum, wo Wangermann einschob. Die frühe Führung sollte Borna nun beflügeln, aber auch Lipsia war im Spiel angekommen. Der BSV stand recht gut und sicher, mit viel Einsatz zahlte sich die optische Überlegenheit von Lipsia noch nicht aus.

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Zwnazig Minuten lieferte der BSV den Eutritzschern einen offenen Schlagabtausch, ging keinem Zweikampf aus dem Weg, versuchte auch offensiv in Erscheinung zu treten. Aber dann passierte das, was leider viel zu oft in dieser Saison bei Schwarz- Gelb passiert. Ein Rückpass landete genau in den Füßen eines Leipzigers, der bediente Erik Zimmer der konnte allein vor Nick Teubert locker einschieben, der Ausgleich nach gut einer halben Stunde. Dann die Nachspielzeit der ersten Hälfte: Nach einem vom BSV schlecht verteidigten Einwurf konnte sich Zimmer an der Strafraumgrenze drehen und abschließen. Teubert machte sich lang und länger, erreichte das Leder aber nicht mehr, vom Innenpfosten kullerte die Kugel zum 1:2 ins Netz.

Aus den Kabinen kam ein weiterhin williger BSV, der aber schon vier Minute später das 1:3 kassierte. Torschütze war erneut Zimmer, Hattrick für den Leipziger, aufgelegt hatte für ihn Lucian Unger mit dem Kopf. Aber Borna gab nicht auf. Nach einem Gewaltmarsch durch die Eutritzscher Reihen stand Kutzner allein vor Gerstenberger, doch der bekam die Hand noch an den Abschluss, beim Nachschuss durch Wangermann war noch ein Leipziger Bein dazwischen. Mitte der zweiten Halbzeit sahen die Zuschauer ein munteres Spielchen, Borna versuchte alles, wollte den Anschluss. Dann machte Lipsia deutlich, dass es an diesem Tag die clevere Mannschaft war. Der BSV warf alles nach vorn, öffnete hinten natürlich Räume. Zwei Mal konnte sich noch der zuvor eingewechselte Maximilian Stöckmann in die Torschützenliste eintragen und auf 1:5 erhöhen. Auch wenn das Ergebnis keinesfalls den Spielverlauf widerspiegelte, für Borna bedeutet es erneut der Absturz in die Tiefen der Tabelle.

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