Regionalliga Nordost

Trotz Überzahl und Chancenwucher: ZFC Meuselwitz lässt zwei Punkte bei Viktoria Berlin liegen

Die Meuselwitzer David Pfeil (l.) und Ben Keßler nehmen den Berliner Julien Damelang in die "Zange".

Berlin. Diese drei Punkte hätte Regionalligist ZFC Meuselwitz aus Berlin mitnehmen müssen: Nach einem halben Dutzend vergebener Torchancen in Halbzeit eins ging Gastgeber Viktoria in der 71. Minute – nach 40 Minuten in Unterzahl – sogar mit 1:0 in Führung. Kapitän Enes Küc hatte vor 465 Zuschauern im Stadion Lichterfelde einen Foulelfmeter sicher im Tor von ZFC-Keeper Lukas Sedlak untergebracht.

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Doch zum Glück für die Zipsendorfer machte Hendrik Wurr nach einer Ecke von Kapitän Nils Schätzle acht Minuten vor dem Abpfiff per Kopf doch noch das 1:1. 120 Sekunden später hatte Wurr nach Freistoß-Vorarbeit von Schätzle sogar das 2:1 auf dem Kopf. Doch Dmytro Karika im Viktoria-Tor hielt bei dieser Riesenchance das Unentschieden für Berlin fest.

Frühes ZFC-Tor nach Abseits aberkannt

In der ersten Halbzeit hatte Schätzle – wieder mit der Kapitänsbinde für den angeschlagenen René Eckardt unterwegs – schon nach vier Minuten den Ball aus 13 Metern über das Tor von Viktoria gejagt. Kurz darauf versenkte Florian Hansch das Leder per Kopf zum 1:0 für den ZFC im Berliner Tor, doch Schiedsrichter Florian Markhoff sah eine Abseitsposition.

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So gingen die vergebenen Gästechancen weiter bis zur 31. Minute. Da sah Ivan Yermachkov nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte. Meuselwitz drückte weiter und kurz darauf befanden sich 20 der 21 verbliebenen Akteure in der Berliner Hälfte. Doch in den Schlussminuten drehten die Hausherren trotz Unterzahl das Spiel und hatten mehrfach die Chance zur 1:0-Führung. Endlich konnte sich auch der bis dahin arbeitslose ZFC-Keeper Lukas Sedlak auszeichnen.

Schlussoffensive der Gäste bringt den Ausgleich

In der zweiten Hälfte machte sich für die Hausherren dann die Einwechslung von Sydney Mohamed Sylla bezahlt. Er kam in der 67. Minute auf den Platz. Nur vier Minuten später kam er im Zweikampf mit Jan Halasz im ZFC-Strafraum zu Fall und Referee Markhoff entschied auf Foulelfmeter. Nach der 1:0-Führung für Viktoria waren die Gäste zunächst kurz geschockt, bis das Duo Schätzle/Wurr die Zipsendorfer zurück ins Spiel brachte. Letztlich bleiben aber zwei verschenkte Punkte gegen einen angeschlagenen Gegner für das Team von Trainer Georg-Martin Leopold.

ZFC Meuselwitz: Sedlak - Rehder, Schätzle, Keßler - Halasz, Wurr, Kießling (62. Schmidt), Pfeil - Hansch, Haubner (89. Raithel) und Rotfuß (77. Hoxha).

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