Leuschnerplatz

Hunderte demonstrieren in Leipzig ihre Solidarität mit Israel

Einen Tag nach dem großen Raketenangriff der Hamas auf Israel hat die Deutsch-Israelische Gesellschaft auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz in Leipzig eine Kundgebung unter dem Motto "Gegen den Terror der Hamas" abgehalten.

Leipzig. Rund 300 Menschen haben am Sonntag in der Leipziger Innenstadt bei einer Kundgebung ihre Solidarität mit Israel ausgesprochen. Viele kamen am Nachmittag mit Israel-Flaggen auf den kleinen Wilhelm-Leuschner-Platz. Anmelder war das Junge Forum Leipzig, die Jugendorganisation der Deutsch-Israelische Gesellschaft. Die Demo richte sich gegen Versuche, den „Terror gegen Zivilisten als Widerstand zu verharmlosen”, hieß es im Vorfeld.

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Eine Rede hielt der Leipziger Linken-Stadtrat Michael Neuhaus. Die Terrorakte, sagte er, seien nicht als „Reaktion auf die Politik des Staates Israels” zu verstehen. Vielmehr gehe es den Angreifern „um Antisemitismus”, um „die Vernichtung des einzigen jüdischen Staates” und „das Ende jüdischen Lebens in der gesamten Region”.

Hamas werde oft verharmlost

Neuhaus verwies auf die Unterstützung aus Iran und Libanon. „Während in Deutschland das Brandenburger Tor aus Solidarität in israelischen Farben erstrahlt, leuchten viele Gebäude in der arabischen Welt in den Farben Palästinas”, sagte er. Auch in Berlin habe es „Soli-Demos” von palästinischen Aktivisten gegeben. Unter anderem verteilten sie in Neukölln feierlich Süßigkeiten.

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Den Angreifern gehe es um „die Vernichtung des einzigen jüdischen Staates”, sagte Leipziger Linken-Stadtrat Michael Neuhaus.

In der Partei Die Linke gibt es keine einheitliche Position zum Nahost-Konflikt. Seine Partei, sagte Neuhaus, sei nicht „gegen Antisemitismus immun”. So werde die Hamas oft verharmlost „als harmlose Kindergartenbande, die in irgendeinem Keller Silvesterraketen bastelt”. Er schloss: „Der einzige wirksame Schutz für jüdisches Leben im Nahen Osten ist die israelische Selbstverteidigung.”

Raketenangriff und Bodenoffensive auf Israel am Samstag

Am Samstag hat ein Großangriff der im Gazastreifen herrschenden Hamas auf Israel mehrere Menschen getötet. Auch am Sonntag setzten militante Palästinenser ihre Angriffe auf israelische Grenzorte fort. Bislang ist von rund 350 Toten die Rede. Dutzende wurden in den Gazastreifen verschleppt, darunter auch Frauen, Kinder und alte Menschen.

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