HAL-Aluminiumguss meldet Insolvenz an – Betrieb in Leipzig betroffen
Leipzig. Der Aluminiumguss-Spezialist HAL-Guss hat Insolvenz angemeldet. Betroffen seien alle drei Gesellschaften der Gruppe in Plauen, Bitterfeld und Leipzig, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter am Dienstag mit. Der Geschäftsbetrieb laufe aber an allen Standorten der HAL Gruppe in vollem Umfang weiter. Die Löhne und Gehälter der rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien über das Insolvenzgeld gesichert. Drei von ihnen arbeiten in Leipzig.
Der Insolvenzverwalter, die Frankfurter Kanzlei Danko, wolle sich nun erst einmal einen Überblick über die wirtschaftliche Situation verschaffen und prüfe Sanierungsmöglichkeiten. Denkbar seien eine Investorenlösung oder auch eine Einigung mit den Gläubigern. „Ziel ist es, den Geschäftsbetrieb und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten“, betonte Insolvenzverwalter Franz-Ludwig Danko.
Insolvenzverwalter sieht erste positive Entwicklungen
Parallel dazu habe Danko bereits Kontakt zu den Kunden des Unternehmens aufgenommen, zu denen auch namhafte Automobilhersteller gehören, heißt es. Hier gebe es erste, positive Entwicklungen. Einige wichtige Kunden hätten ihre Bereitschaft erklärt, weiter mit der HAL-Gruppe zusammenzuarbeiten und eine Fortführung zu unterstützen. „Das ist ein wichtiges Signal und eine gute Basis für die Gespräche und Verhandlungen mit den Kunden, die jetzt anstehen“, so der vorläufige Insolvenzverwalter.
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HAL-Guss fertigt Struktur-, Motor- und Getriebeteile für die Automobil- und Nutzfahrzeugbranche. Am Standort in Bitterfeld werden im Gussverfahren Aluminiumteile produziert, in Plauen Rohteile verarbeitet. Am Standort Leipzig sind die administrativen Funktionen der Gruppe gebündelt. Der Jahresumsatz von HAL-Guss betrug zuletzt rund 25 Millionen Euro.