Highfield-Festival: Shuttle vom Hauptbahnhof entspannt Fans und Anreise
Leipzig/Großpösna. Die Sonne brennt am Freitagvormittag aufs Pflaster vor der Ostseite des Leipziger Hauptbahnhofs. Trotzdem herrscht an den Bussteigen reichlich Betrieb. Den Grund liefert ein Reisebus mit einem kleinen Schild hinter der Windschutzscheibe. „Highfield“ steht darauf und zeigt an, dass die Musikfans, die das Festivalgelände am Störmthaler See bei Großpösna per Nahverkehr erreichen wollen, hier richtig sind.
So wie Marike und Fenna Ellerbroek, die gerade ihre schweren Reiserucksäcke ins Gepäckfach des Busses wuchten. Für die Geschwister ist es das erste Mal auf dem Highfield. „Ich wohne seit einem Jahr in Leipzig, meine Schwester ist zu Besuch“, erklärt Fenna Ellerboek. Da das Festival quasi „um die Ecke“ der Messestadt liegt, fiel die Entscheidung zum Besuch leicht. „Und ein See direkt am Gelände ist bei dem Wetter natürlich ein Plus“, grinst Marike.
Wahl zwischen diversen Festivals – Entscheidung fürs Highfield
Auf eine bestimmte Band oder einen bestimmten Künstler freuen sich die Schwestern bei ihrem ersten Highfield gar nicht direkt. „Die Mischung macht’s“, meint Fenna lachend.
Anders sieht die Sache da schon bei Kilian Hughes und Jakob Knolle aus. Das Duo hat bereits im Bus Platz genommen, der sich nun über die Prager Straße gen Festivalgelände auf den Weg macht. „Nicht Cro“, scherzt Knolle bei der Frage nach den Favoritenbands des Festivals. „Aber Alligatoah, Mando Diao, die Kooks und Schmutzki sind schon eingeplant“, ergänzt Hughes vom Platz auf der anderen Gangseite.
Dass die beiden, zu deren Gruppe noch fünf weitere Personen gehören – Knolle: „Aber einer schläft lieber im Hotel“ – überhaupt zum Highfield fahren, ist dabei tatsächlich vor allem dem Terminkalender geschuldet. „Im Rennen waren das Wacken Open Air, das Deichbrand, das Open Flair und eben das Highfield. Und nur für das haben wir alle tatsächlich Zeit. Wir sind eben Opportunisten“, sagt Knolle schmunzelnd. Weiterer Pluspunkt: Für die Gruppe, die aus Hamburg und München anreist, liegt Leipzig auch geografisch günstig.
Ebenfalls mit im Bus sitzen Lukas West und Emma Wittekind. Die beiden Studenten zieht es ebenfalls zum ersten Mal zum Highfield. „Freunde von uns waren letztes Jahr da und haben davon geschwärmt. Also wollten wir dieses Jahr auch dabei sein“, erklärt West. Neben den Bands freuen sich die zwei vor allem auf den Sprung ins kühle Nass des Störmthaler Sees.
Kaum Anreisestau am Freitagmittag bei Großpösna
Vor Ort an der Magdeborner Halbinsel hält sich der ganz große Anreiseverkehr zumindest am Mittag noch in Grenzen. Es sei bisher ruhig und reibungslos verlaufen, lässt ein Ordner im Vorbeigehen wissen. Dennoch: Die Parkplätze sind gut gefüllt, an speziellen Anfahrpunkten für das Be- und Entladen herrscht reger Betrieb. Dort rollt auch das Auto von Nico Hinzmann und Gina Fürstera auf den staubigen Acker.
Knapp drei Stunden vorher ist das Duo samt Mitfahrerin in Potsdam gestartet. „Wir sind gut durchgekommen. Tatsächlich war um Potsdam viel mehr los als hier“, kann Hinzmann berichten. Jetzt geht es ans Ausladen. Im Laufe des Wochenendes sollen dann etwa Alligatoah, Peter Fox und „Rise Against“ vor der Bühne genossen werden.
Daneben freuen sich die Potsdamer vor allem auf das Wiedersehen mit Festivalfreunden. „Wir sind zum Teil das dritte Mal hier, haben hier jedes Jahr Leute kennengelernt und zelten nun auch wieder zusammen“, erklärt Fürstera.
Bis zum Sonntag stehen beim Highfield mehr als 40 Künstler auf insgesamt drei Bühnen auf dem Programm. Headliner sind unter anderem Peter Fox, „Rise Against“, Alligatoah, Cro und Macklemore. Tagestickets sind zu jeweils 99 Euro, Wochenendtickets für ganz Kurzentschlossene für 199 Euro verfügbar – unter highfield.de/de/tickets.