IG Metall ruft Kfz-Beschäftigte zu Warnstreiks in Leipzig und Dresden auf
Leipzig/Dresden. Vor der zweiten Verhandlungsrunde für die Beschäftigten im ostdeutschen Kfz-Handwerk will die IG Metall den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. In Leipzig und Dresden ruft die Gewerkschaft daher zu Warnstreiks auf.
Am Dienstag, 1. April, sind Beschäftigte von vier Leipziger Autohäusern zum Streik aufgerufen: Um 13.30 Uhr treffen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BMW AG Niederlassung, Volkswagen Automobile, Audi Zentrum und Stern Auto an der Richard-Lehmann-Straße/ Ecke Zwickauer Straße zu einer gemeinsamen Kundgebung, teilte die IG Metall am Montag mit.
Streiks in Dresden in der kommenden Woche
In Dresden stehen ebenfalls Streiks der Kfz-Beschäftigten an. Einen genauen Termin konnte die IG Metall noch nicht verkünden, die Arbeitsniederlegung solle im Laufe der kommenden Woche ab dem 7. April stattfinden, so Gewerkschaftssekretär Jens Kiehle aus Dresden. Beschäftigte von sechs Dresdner Autohäusern sollen dann an einer gemeinsamen Warnstreikaktion teilnehmen.
6,5 Prozent mehr Entgelt
Die IG Metall fordert unter anderem 6,5 Prozent mehr Entgelt und eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 170 Euro. „Mit ihrer harten Arbeit sorgen die Beschäftigten für gute Geschäfte in den Autohäusern. Gleichzeitig machen ihnen die hohen Preissteigerungen zu schaffen. Es geht darum, jetzt die Entgelte in der Kfz-Branche anzupassen, um die Arbeit im Handwerk attraktiver zu machen, denn Fachkräfte werden schon heute händeringend gesucht“, sagt Steffen Reißig, Erster Bevollmächtigter der IG Metall in Leipzig.
Die zweite Tarifverhandlungsrunde findet am 24. April in Leipzig statt. Auch in Berlin sind Kfz-Beschäftigte in dieser Woche zum Streik aufgerufen. Im Kfz-Handwerk arbeiten bundesweit insgesamt 430.000 Beschäftigte.