Leipziger Wasserfest startet und hat den Elster-Saale-Kanal im Blick
Leipzig. Drei Jahre lang war das Leipziger Wasserfest eher eine trockene Angelegenheit. Corona machte den Organisatoren (wie vielen anderen auch) in den Pandemiejahren einen Strich durch die Rechnung. Im vergangenen Jahr waren es dann die Blaualgen in den Gewässern, wegen derer es nicht möglich war, alle Aktivitäten auf oder im Wasser stattfinden zu lassen.
Aktionen und Bootsfahrt in den Gewässer-Stadtteilen
Das soll dieses Jahr anders werden. „Das Wasserfest kehrt zu seinen Wurzeln zurück“, schreiben die Veranstalter vom Verein Wasser-Stadt-Leipzig. Vom 11. bis 13. August soll sich in den „Wasser-Stadtteilen“ Plagwitz, Schleußig und Lindenau wieder alles um die Gewässerstraßen in der Stadt drehen. Dort, wo jeden Sommer die Besucher der Stadt die Bootsverleihe stürmen und in Karl-Heine-Kanal, Weißer Elster und Elsterflutbecken unterwegs sind. Oder auf einer der geführten Bootstouren von Herold und Stadthafen erzählt bekommen, warum der Leipziger lieber Buntgarnwerke statt richtigerweise Kammgarnwerke sagt, wenn die Kaffeefahrt an den prächtigen Industriebauten zwischen Holbein- und Nonnenstraße entlang schippert (Spoiler: diese Anekdote über die Schwierigkeiten des sächsischen Dialekts mit dem harten K amüsiert die Touristen – Gammgarn... nun ja).
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An den Loft-Wohnungen des Veneziaquartiers vorbei, das heute in den alten Garn-Werken untergebracht ist, wird die klassische Bootsparade zum Wasserfest dieses Jahr nicht führen. Dieses Mal geht es vom Stelzenhaus zum Lindenauer Hafen durch die anderen städtischen Wasserquartiere Lindenau, Altlindenau beziehungsweise Schönau (wer mitfahren möchte, ob im eigenen oder geliehenen Boot, sollte sich anmelden unter mail@wasser-stadt-leipzig.de).
Verein kämpft für den Durchstich zum Elster-Saale-Kanal
Der Verein Wasser-Stadt-Leipzig wird das Fest auch dieses Jahr nutzen, um auf eines der wichtigsten Ziele seiner Arbeit aufmerksam zu machen: die Anbindung des Karl-Heine-Kanals an den Elster-Saale-Kanal. Als „Leuchtturmprojekt“ steht die Vollendung des Elster-Saale-Kanals und damit die Anbindung Leipzigs an das überregionale Wasserstraßennetz zumindest schon seit 2015 im Masterplan für die mitteldeutsche Gewässerlandschaft – doch bislang eben nur auf dem Papier. Leipzig könnte dem Projekt allerdings Schub geben, wenn die Stadt schon mal die Landzunge zwischen dem Lindenauer Hafen und dem Kanal, über die die Lyoner Straße führt, öffnen würde.
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Im Stadtteilpark Plagwitz gibt es zum diesjährigen Fest Aktionen und auch der Lindenauer Hafen wird ein Standort am zweiten Augustwochenende sein. Das Mörtelwerk soll, so die Veranstalter, ein Hingucker für die Wasserfestgäste werden und „die eine oder andere Überraschung bieten“. Das Fischerstechen unter der Stabbogenbrücke im Karl-Heine-Kanal soll ebenfalls wieder stattfinden (auch dafür können dem Verein ab sofort Teams gemeldet werden).