Kommentar

Party-Müll auf der Karli in Leipzig: Gebt der Stadt was zurück!

Der Samstag-Vormittag nach dem Feiern: Müll auf der Baustelle in der Karl-Liebknecht-Straße.

Leipzig. Feiern, plaudern und trinken zwischen Baggern, Schutt und Containern. An Sommerabenden okkupieren mehrere hundert Menschen die Langzeit-Baustelle an der Karl-Liebknecht-Straße und machen eine Partyzone daraus.

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Da ist wieder dieser Hauch von Anarchie, den Leipzig schon immer hatte und der auch lange nach den wilden Wendejahren hier und da weht. „Leipziger Freiheit“, so hieß lange ein Slogan, der auch das meinte.

Unschöne Folgen des Feierns

So staunens- wie liebenswert das Cornern und Feiern an der Karli ist, es hat negative Folgen: Anwohnerinnen und Anwohner müssen neben dem Bau-Geratter nachts stundenlanges Getöse ertragen.

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Gern schlagen Feiernde ihr Wasser in Hinterhöfen ab, auf Grünflächen oder dem Spielplatz in der Nähe. Und wer am Morgen nach dem Massenauflauf die Meile passiert, blickt auf eine langgezogene Müllkippe.

Beim Debüt ihres Festes am Freitag haben die Gewerbetreibenden am Südplatz ein sympathisches Zeichen gesetzt und Abfallbeutel aufgehängt. Verstanden haben diese Geste die wenigsten.

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Wie auch an anderen Orten bleibt alles am Personal der Stadtreinigung hängen. Eigenverantwortung? Null. Wenn die Feiernden so cool sein wollen, wie sie Leipzig finden - warum geben sie ihrer Stadt nichts zurück? Nehmt den Müll mit, Leute, ihr schafft das!

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