Drei Jahre Krieg in der Ukraine – Gedenkveranstaltungen in Region Leipzig geplant
Leipzig. Am 24. Februar 2022 begann eine Invasion in Europa, die viele Politiker bis zum letzten Moment für unmöglich hielten. Die russische Armee startete eine vollumfängliche Invasion der Ukraine. Millionen von Menschen verloren seitdem ihr Leben oder ihre Heimat. Allein in Sachsen leben laut Mediendienst Integration fast 64.000 Menschen aus der Ukraine, die vor dem Krieg geflohen sind. In der Region Leipzig kommen Menschen zu Gedenkveranstaltungen am dritten Jahrestag zusammen.
Die Stadtverwaltung wird vor dem Neuen Rathaus am Montag die Flaggen der Ukraine und des Städtenetzwerks „Mayors for Peace“ (Bürgermeister für Frieden) hissen. Die Stadt Leipzig, welche auch Partnerstadt der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist, hat seit Beginn des Krieges zahlreiche Projekte zur Unterstützung der Ukraine finanziert.
Gottesdienst und Kundgebung in der Nikolaikirche
In der Nikolaikirche richten am Montagabend die Evangelische Akademie Sachsen und das Archiv Bürgerbewegung Leipzig einen Gedenkgottesdienst von 17 bis 19 Uhr aus. Die Messe werde auch im Zeichen der Opfer der Maidan-Revolution stehen. Neben dem Gebet werde es weitere Programmpunkte geben: Akademiedirektor Stephan Bickhardt wird ein Gespräch zwischen Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD), der Literaturwissenschaftlerin Anna Gaidash und Oksana Makohon von der ukrainischen griechisch-katholischen Gemeinde Leipzig moderieren.
Im Anschluss findet eine Kundgebung auf dem Nikolaikirchhof statt. Dabei wird der Philosoph Gottfried Böhme eine Gedenkrede halten, teilt die Stadt mit.
Bereits im Vorfeld des Jahrestags findet in Leipzig am 22. Februar im Ballsaal der Schaubühne Lindenfels ein Abend von und mit ukrainischen Künstlern und Künstlerinnen statt. Dabei werden Gespräche mit ukrainischen Exil-Künstlern geführt und eine Performance gezeigt. Das mehrsprachige Format gibt es seit Kriegsbeginn.
Veranstaltungen zum dritten Jahrestag des Ukraine-Krieges in Delitzsch und Borna
In Delitzsch gedenken die Menschen dem Kriegsbeginn mit einem gemeinsamen Gebet und einer anschließenden Vorführung des Dokumentarfilms „Here we are now“ in der Kirche von Schenkenberg. Der Film von Miriam Henri erzählt die persönlichen Geschichten dreier ukrainischer Geflüchteter. Die Veranstaltung wird von Sven Meyerhofer, einem engagierten Unterstützer ukrainischer Geflüchteter, und Pfarrer Matthias Taatz organisiert. Die Andacht beginnt um 18.30 Uhr, gefolgt von der Filmvorführung in der Pfarrscheune.
In Borna findet am Samstag ab 18 Uhr ein Friedensgebet in der Stadtkirche Sankt Marien statt. „Wir wollen zeigen, dass wir zusammenstehen, wollen der Toten gedenken und unsere Sehnsucht nach Frieden im Gebet vor Gott bringen“, so Superintendent Jochen Kinder. Alle Texte werden auf Deutsch und auf Ukrainisch gelesen.