Wetterausblick

Hochwasserwarnung: Wetterlage bringt viel Regen nach Sachsen

Regenwolken ziehen über am Mittwoch, 11. September, über die Stadt Leipzig.

Leipzig. Eine von Experten Vb (gesprochen Fünf-b) genannte Wetterlage wird am Wochenende auch Teile von Sachsen, vor allem aber den südöstlichen Nachbarländern große Mengen an Niederschlägen bescheren. In der Region Leipzig regnet es auch, aber längst nicht so intensiv. Laut Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sind in Ostsachsen innerhalb von drei Tagen bis zu 100 Liter Wasser pro Quadratmeter zu erwarten, weiter südlich können es auch 200 Liter oder mehr werden. In der Region Leipzig gehen die Berechnungen aber nur von bis zu 15 Liter aus.

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„Insgesamt muss man ja über jeden Niederschlag inzwischen auch froh sein – so trocken, wie die vergangenen Wochen waren“, so DWD-Meteorologe Florian Engelmann am Freitag. Die nun jedoch mitunter auch enormen Regenmengen am Wochenende kämen demnach in mehreren Schüben aus östlicher Richtung. Am Freitag sind in Leipzig und Umgebung bis zu fünf Liter zu erwarten, bis zum Sonntag können dann nochmal zehn Liter dazukommen, so die Prognose.

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Markante Regenmengen im östlichen Alpenraum

In Ostsachsen, etwa im Zittauer Gebirge, wird es voraussichtlich aber deutlich mehr regnen. In Teilen von Tschechien, vor allem aber in Österreich wird das Wochenende angesichts der VB-Wetterlage auch in der Fläche extrem nass. „Allerdings muss man die zum Teil dramatischen Berichte vom Wochenanfang auch relativieren. Das sind markante Regenmengen, die zu erwarten sind – für eine Vb-Wetterlage aber nicht untypisch“, so Engelmann weiter.

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Bei einer auch Mittelmeer- oder Genua-Tief genannten Vb-Wetterlage werden feuchtwarme Luftmassen aus dem Mittelmeer in Richtung Norden gelenkt und verharren dann aufgrund von Verwirbelung längere Zeit über einer Region. Im aktuellen Fall passiert dies über dem östlichen Alpenraum. Dabei kommt es über einen längeren Zeitraum auch zu anhaltenden Regenfällen. Vb-Wetterlagen kommen regelmäßig vor, erst im Juni sorgte ein solches Phänomen für Überschwemmungen in Baden-Württemberg. Eine Vb-Wetterlage führte 2002 beispielsweise auch zur Flutkatastrophe in Mitteldeutschland.

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Hochwasservorwarnung für Spree und Neiße

Die Regenmengen aus dem Hochgebirge werden in Richtung Flachland abfließen müssen und wohl auch nach Sachsen gelangen. Das sächsische Landeshochwasserzentrum (LHWZ) hat deshalb für die Flüsse in Ostsachsen – konkret Spree und Oberere Neiße – Hochwasserwarnungen herausgegeben. „Mit den Niederschlägen wird ab der Nacht zum Samstag die Wasserführung in der Spree und ihrer Zuflüsse und Nebenläufe deutlich ansteigen. Dabei ist Hochwasser zu erwarten. Aktuell ist aufgrund von Unsicherheiten in der Niederschlagsvorhersage noch keine zuverlässige Prognose über zu erwartende Meldestufenüberschreitungen an den Pegeln möglich“, so das LHWZ am Freitag.

Aktuell gibt es in keinem sächsischen Flusslauf Hochwasser. An mehr als der Hälfte der Messstationen wurde am Freitagvormittag noch Niedrigwasser angezeigt – darunter an Parthe, Pleiße und Weißer Elster in der Region Leipzig. Auch in den Armen von Mulde und Elbe war bisher nur wenig Wasser zu sehen.

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Blick auf die Hochwasserwarnung des sächsischen Landeshochwasserzentrums am 13.9.2024 um 8 Uhr.

Abgesehen von den Regenfällen bleibt es am Wochenende auf jeden Fall trüb und ähnlich frisch wie in den vergangenen Tagen. Laut DWD-Prognose steigen die Temperaturen am Freitag in der Region Leipzig auf 14 Grad Celsius, am Samstag auf 16 Grad und am Sonntag auf bis zu 18 Grad.

„Am Montag sind auch nur 15 bis 16 Grad möglich“, so DWD-Meteorologe Engelmann. In der Folge seien die Aussichten dann aber auch wieder deutlich besser. „Aufgrund eines sich nähernden Hochdruckgebiets steigen die Temperaturen dann auch wieder auf 20 Grad an und es zeigen sich erste Anzeichen eines milden Altweibersommers“, sagte Engelmann.

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