Spionagevorwürfe erhoben

In Russland inhaftierter US‑Reporter Gershkovich muss in U‑Haft bleiben

Der amerikanische Reporter Evan Gershkovich steht in einem Glaskäfig in einem Gerichtssaal des Moskauer Stadtgerichts.

Moskau. Die Untersuchungshaft des in Russland inhaftierten amerikanischen Journalisten Evan Gershkovich ist bis Ende November verlängert worden. Das zuständige Gericht in Moskau gab am Donnerstag einem entsprechenden Antrag der Staatsanwaltschaft statt, wie die russische Nachrichtenagentur Tass berichtete. Die Anhörung fand hinter verschlossenen Türen statt.

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Gershkovich sitzt seit März wegen Spionagevorwürfen im Gefängnis. Er war auf einer Reportagereise in Jekaterinburg festgenommen worden. Gershkovich und sein Arbeitgeber bestritten die Vorwürfe. Die russischen Behörden haben keine Beweise für die Spionagevorwürfe vorgelegt. Die US‑Regierung erklärte, Gershkovich werde zu Unrecht festgehalten. Gershkovich ist im Moskauer Lefortowo-Gefängnis inhaftiert, das für seine harten Haftbedingungen berüchtigt ist. Am Donnerstag traf vor dem Gerichtsgebäude ein weißer Gefängnistransporter ein, aus dem der 31‑Jährige in Handschellen herausgeholt wurde.

Gershkovich ist der erste US‑Reporter seit September 1986, gegen den in Russland Spionagevorwürfe erhoben worden sind. Damals war Nicholas Daniloff, der als Moskau-Korrespondent für das Nachrichtenmagazin „U. S. News & World Report“ tätig war, vom KGB verhaftet worden.

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RND/AP

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