Kein menschlicher Fahrer vorgeschrieben

Kalifornischer Gouverneur stoppt Gesetz gegen autonom fahrende Lkw

Die Firma TuSimple zeigte einen selbstfahrenden Sattel­schlepper auf der Technikmesse CES in Las Vegas (Symbolbild).

Sacramento. Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom hat ein Gesetz gestoppt, mit dem der Einsatz menschlicher Fahrer in selbstfahrenden Lastwagen festgeschrieben werden sollte. Die bereits gültigen Vorschriften für autonom fahrende Fahrzeuge seien ausreichend, um die Sicherheit zu gewährleisten, begründete Newsom sein Veto vom Freitag. Zusätzliche Regeln seien nicht nötig.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Das vom kalifornischen Kongress mit großer Mehrheit verabschiedete Gesetz sah vor, dass autonom fahrende Fahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 4,5 Tonnen auf öffentlichen Straßen immer einen menschlichen Fahrer an Bord haben müssen. Kritiker wandten ein, autonom fahrende Autos, die bereits auf den Straßen unterwegs seien, verursachten im Vergleich zu menschlichen Fahrern nur wenige schwere Unfälle. Unternehmen erklärten, selbstfahrende Lkw seien effizienter.

Stoppte überraschend ein Gesetz zum autonomen Fahren: Gavin Newsom.
Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Gewerkschaftsbund reagiert empört

Gesetzes­befürworter reagierten empört auf Newsoms Veto. Die Chefin des kalifornischen Gewerkschafts­bundes, Lorena Gonzalez Fletcher, sagte, der Verzicht auf menschliche Fahrer in Kalifornien werde etwa 250.000 Arbeits­plätze kosten. „Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie Bürokraten sich auf die Seite von Technologie­unternehmen stellen und unsere Sicherheit und Arbeitsplätze für erhöhte Unternehmens­gewinne verkaufen“, sagte sie. Roboter dürften menschliche Fahrer nicht ersetzen.

RND/AP

TZ Inhalte als bevorzugte Quelle markieren — dann erscheinen unsere Artikel häufiger in Ihren Google-Schlagzeilen.Inhalte in den Google-Schlagzeilen bevorzugen?
Bevorzugen