Die Welt am Dienstagmorgen
Merz in der Maduro-Zwickmühle + Trumps neue Grönland-Fantasien
Guten Morgen!
Nach dem Angriff der USA auf Venezuela wird die Kritik am Vorgehen der Trump-Regierung immer lauter, bei der Bundesregierung herrscht dagegen vornehme Zurückhaltung. In Brandenburg könnte heute die Rot-Lila-Koalition aus SPD und BSW platzen.
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Mit diesen und drei weiteren Themen aus Deutschland und der Welt sind Sie bestens informiert für Ihren Dienstag.
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Merz spielt auf Zeit
Darum geht es: Nach der Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro (63) durch US-Spezialeinheiten ringt die Bundesregierung um eine klare Bewertung. Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) verweist auf die „Komplexität“ der Lage, die mehr Zeit für die Beurteilung verlange.
Darum ist es wichtig: Der Fall stellt Deutschland und die EU vor ein Dilemma zwischen klaren Prinzipien und geopolitischen Interessen – insbesondere mit Blick auf die laufenden Verhandlungen über die US-Sicherheitsgarantien für die Ukraine. Zugleich werden Brüche innerhalb der Bundesregierung sichtbar, da SPD und CDU den US-Einsatz verschieden scharf bewerten.
So geht es weiter: Die Bundesregierung spielt auf Zeit. Und Maduro, der sich bei einer ersten Anhörung am Montag für nicht schuldig erklärte, muss am 17. März erneut vor Gericht in New York erscheinen.

Nächste Eskalationsstufe im Grönland-Streit
Das ist passiert: US-Präsident Donald Trump (79) hat abermals seine Besitzansprüche für Grönland, das zu Dänemark gehört, bekräftigt. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen (48) reagierte mit scharfer Kritik.
Darum ist es wichtig: Angesichts des Vorgehens der USA in Venezuela erscheinen die Annexionsfantasien Trumps in einem anderen Licht.
So geht es weiter: Es ist unklar, ob Trump tatsächlich mit militärischer Hilfe nach der rohstoffreichen Insel greifen würde.

Rot-Lila in Brandenburg wankt
Das ist passiert: Brandenburgs Finanzminister Robert Crumbach (63) ist aus dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) ausgetreten und will als Parteiloser in die SPD-Fraktion wechseln. Damit ebnet er den Weg für eine mögliche neue Koalition aus SPD und CDU.
Darum ist es wichtig: Die SPD/BSW-Koalition in Brandenburg steht vor dem Bruch. Für das krisengeschüttelte BSW, an dessen Regierungstauglichkeit es immer wieder Zweifel gibt, wäre es vor den anstehenden Landtagswahlen in diesem Jahr ein herber Rückschlag.
So geht es weiter: Die SPD setzt dem Koalitionspartner ein Ultimatum bis heute für ein klares und einheitliches Bekenntnis der BSW-Fraktion zur Koalition.

CSU-Klausur mit neuem Frontmann
Darum geht es: Die CSU-Landesgruppe im Bundestag kommt ab heute zur Winterklausur im Kloster Seeon in Bayern zusammen.
Hintergrund: Geleitet wird das Treffen zum ersten Mal von Alexander Hoffmann (50), der seit Mai Frontmann der CSU im Bundestag ist. Bereits im Vorfeld war ein Positionspapier bekannt geworden, in dem sich die Partei unter anderem für den Wiedereinstieg in die Kernenergie, für Abschiebungen von Syrern, vorgezogene Steuersenkungen und mehr Videoüberwachung ausspricht.
So geht es weiter: Gäste der bis Donnerstag dauernden Klausur sind unter anderem Bundeskanzler Merz, die finnische Außenministerin Elina Valtonen (44) und Josef Schuster (71), der Präsident des Zentralrats der Juden.

LEichter Leben: 🧠 Gesundheit & Psyche
Die Kraft der Kälte
Darum geht es: In Skandinavien hat Eisbaden eine lange Tradition – und auch hierzulande wird der winterliche Gesundheitstrend immer beliebter.
Darum ist es wichtig: Eisbaden hat einen positiven Einfluss auf die Gesundheit, wie mehrere Studien belegen. Unter anderem kann der Gang ins eiskalte Wasser vor Bluthochdruck, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen. Auch die Psyche profitiert.
Das nehmen wir mit: Bei Herz-Kreislauf-Problemen, Asthma oder starken Ängsten ist beim Eisbaden Vorsicht geboten: Betroffene sollten vorab ärztlichen Rat einholen und mindestens das erste Bad nur unter Anleitung durchführen.
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Wir wünschen Ihnen einen kraftvollen Start in diesen Dienstag.
Axel Schürgels und Ricarda Weber
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