Nordkorea wettert gegen USA nach Rubios „Schurkenstaat“-Äußerung
Seoul. Nordkorea hat am Montag den neuen US-Außenminister Marco Rubio beschimpft, der das Land als Schurkenstaat bezeichnete. Solche „groben und unsinnigen Bemerkungen“ dienten nicht den Interessen der USA, teilte das nordkoreanische Außenministerium am Montag mit. Rubios Äußerungen bestätigten, dass die feindliche Politik der USA unverändert bleibe.
Das Ministerium bezog sich wahrscheinlich auf Rubios Auftritt in der Sendung „The Megyn Kelly Show“ am vergangenen Donnerstag, in der er Nordkorea und den Iran als Schurkenstaaten bezeichnete, während er die außenpolitischen Herausforderungen des Landes erörterte. Nordkorea signalisierte bereits zuvor, dass es nicht an einer baldigen Wiederaufnahme der Gespräche mit den USA interessiert ist. US-Präsident Donald Trump sagte dagegen, er wolle mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un Kontakt aufnehmen.
Viele Experten sind der Meinung, dass Kim sich im Moment wahrscheinlich auf die Entwicklungen im Krieg zwischen Russland und der Ukraine konzentriert, weil Nordkorea die russische Seite mit Truppen unterstützt. Kim könnte jedoch Trumps Angebot ernsthaft in Betracht ziehen, sollte er zu der Einschätzung gelangen, dass er die derzeitige Partnerschaft mit Russland nach dem Ende des Krieges nicht aufrechterhalten könne. In einem am 23. Januar ausgestrahlten Interview bezeichnete Trump Kim als klugen Mann und „keinen religiösen Eiferer“. Auf die Frage, ob er wieder auf den nordkoreanischen Machthaber zugehen werde, antwortete Trump: „Ja, das werde ich.“
RND/AP