Kanzler mahnt zu mehr Zuversicht

Scholz: „Fröhlicher Pragmatismus“ statt „kollektiver Übellaunigkeit“

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) spricht bei der 23. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE). Der 15-köpfige Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) berät die Bundesregierung bei Fragen zur Nachhaltigkeitspolitik.

Berlin. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hält mehr Zuversicht in Deutschland für nötig. Niemand, der eine gute und nachhaltige Zukunft wolle, könne an einer „kollektiven Übellaunigkeit“ gelegen sein, sagte Scholz bei der Jahrestagung des Rates für Nachhaltige Entwicklung in Berlin. Scholz warb stattdessen für einen „fröhlichen Pragmatismus“. Man müsse zudem ein gesellschaftliches Klima schaffen, um gesellschaftliche Akzeptanz für Klima- und Naturschutz zu sichern und auszubauen.

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Scholz sagte, so weit liege man in Deutschland bei zentralen Fragen gar nicht auseinander. So sei die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger pro Klima- und Naturschutz. Die ganz große Mehrheit packe einfach an, statt zu meckern, sagte er mit Blick etwa auf das ehrenamtliche Engagement vieler Menschen.

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung ist ein Beratergremium der Regierung. Der Vorsitzende Reiner Hoffmann sagte, in der Bevölkerung wüchsen Zukunftsängste, die Veränderungsbereitschaft sinke. Der Übergang Deutschlands in ein „klimaneutrales, zukunftsfähiges und für alle lebenswertes Land“ sei möglich. „Entscheidend ist jetzt: Wie erreichen wir einen möglichst breiten gesellschaftlichen Konsens, eine gemeinsame Grundlage für den Umbau – und mit welchen konkreten Schritten setzen wir ihn um.“

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RND/dpa

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