Kritik an Alaska-Gipfel

Ukrainer in Sachsen enttäuscht von Trump-Putin-Treffen: „Einem der tötet, wird roter Teppich ausgerollt“

Natalija Bock ist Mitgründerin des Ukrainischen Hauses in Dresden.

Dresden. Der Ausgang des Treffens von US-Präsident Donald Trump und seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin ist für Ukrainer in Sachsen eine herbe Enttäuschung. Es mache viele ihrer Landsleute traurig, dass nicht einmal ein Waffenstillstand für kurze Zeit erreicht werden konnte, sagte Natalija Bock, die das Ukrainische Haus in Dresden leitet. „Der größte Wunsch der Ukrainer ist Frieden“, betonte Bock. Es müsse alles dafür getan werden, Putin daran zu hindern, das Land weiter mit Krieg zu überziehen und weitere Regionen zu besetzen.

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Das Treffen in Alaska habe Putin in die Hände gespielt, sich auf Augenhöhe mit dem US-Präsidenten zu präsentieren. „Wir haben gesehen, dass einem, der das Nachbarland überfällt, Menschen foltert, tötet und Kinder verschleppt, in Amerika der rote Teppich ausgerollt wird“, kritisierte Bock. Das Ganze sei ein Hohn den Ukrainern und den Europäern gegenüber. „Wir können nur hoffen und beten, dass die Ukraine weiter unterstützt wird.“

Bock stammt aus Kiew, lebt aber seit vielen Jahren in Dresden. Seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine organisiert sie Unterstützung für Kriegsflüchtlinge. Zudem ist sie Mitgründerin des ukrainischen Koordinationszentrums und des Ukrainischen Hauses Dresden.

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Voriges Jahr wurde ihr der mit 10.000 Euro dotierte Erich-Kästner-Preis verliehen. Der Preis wird vom Presseclub Dresden vergeben an Persönlichkeiten, die sich um den Gedanken der Humanität, der Toleranz und der Völkerverständigung verdient machen.

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