Leipzig startet Plakat-Kampagne gegen Catcalling
Leipzig. Die Stadt Leipzig startet eine neue Plakatkampagne gegen sexuelle Belästigung und Übergriffe im öffentlichen Raum. Im Fokus der Aktion stehe das Phänomen Catcalling, hieß es in einer Mitteilung am Donnerstag. Die Kampagne will auf die Folgen verbaler Übergriffe hinweisen und sei im Stadtgebiet sowie in den Bussen und Bahnen der Leipziger Verkehrsbetriebe zu sehen.
Unter dem Begriff Catcalling fallen verschiedene Arten der sexuellen Belästigung ohne Körperkontakt. Dabei handelt es sich um erzwunge Interaktionen im öffentlichen Raum, bei denen Betroffene belästigt und bloßgestellt werden. Aufgrund bisher fehlender juristischer Einordnung wird Catcalling von Strafverfolgungsbehörden bisher nicht systematisch statistisch erfasst. Befragungen zeigten aber, wie weit das Phänomen tatsächlich verbreitet ist.
Nach Catcalling-Angriffen oft psychische Belastungen
Catcalling stellt oft eine emotionale und psychische Belastung für die Betroffenen dar und kann das Selbstwertgefühl negativ beeinflussen. Opfer von Übergriffen meiden später oft bestimmte Orte und Situationen, um weitere Übergriffe vorzubeugen.
Die Entwicklung der Kampagne durch den Präventionsrat Leipzig war ein Antrag des Jugendparlaments vorausgegangen. Die Plakate sollen in Leipzig bis einschließlich Dezember zu sehen sein.