Kommentar

Kindeswohlgefährdung in Leipziger Kitas: Mehr Transparenz ist nötig

Fröhliches Spiel in sicherer Umgebung: So wünschen sich Eltern die Kita ihrer Kinder. Umso wichtiger ist es, dass bei etwaigem Fehlverhalten schnell - und vor allem transparent - gehandelt wird, findet LVZ-Redakteur Bastian Fischer (Symbolbild).

Leipzig. Das Wichtigste zuerst: Von einer flächendeckenden Gefahr für Kinder in Leipzigs Kitas kann keine Rede sein. Eine gute Nachricht für alle Eltern, schließlich gibt niemand sein Kind gern mit einem unguten Gefühl in Fremdbetreuung.

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Zur Wahrheit gehört aber auch: Frei von Fehlverhalten sind die Betreuungseinrichtungen in der Messestadt nicht. Wo Menschen mit Menschen arbeiten, geschehen fast zwangsläufig Fehler – das ist nun einmal menschlich. Unter den derzeitigen Bedingungen mit Personalnot, hohen Krankenständen und noch höheren Anforderungen an das Kitapersonal steigt zudem das Fehlerrisiko. Wer überfordert ist, trifft häufiger kurzsichtige und falsche Entscheidungen. Ein Freifahrtschein ist dies jedoch nicht.

Kinder verdienen ehrlichen Umgang mit Fehlern

Kindeswohl, so bitter es ist, ist leider eine Grauzone. Was dem einen noch als erzieherisch wertvoll gilt, ist für die andere bereits ein klarer Übergriff. Dabei sollte Usus sein, dass Kinder zuvorderst Zuwendung und Feingefühl benötigen, auch und gerade in herausfordernden Situationen.

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Umso wichtiger ist es, ganz genau hinzusehen und transparent mit etwaigen Fehltritten umzugehen, selbst wenn es unangenehm ist. So zeigt man, dass man willens und in der Lage ist, Fehlverhalten zu erkennen, zu reflektieren und abzustellen – und nimmt im gleichen Zug Ängsten, Gerüchten und böswilligen Unterstellungen den Nährboden. Das würde allen Beteiligten viel Ärger ersparen. Und am Ende vor allem denen zugutekommen, um die es dabei eigentlich geht: den Kindern.

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