Kommentar

Neue Finanzspritze für St. Georg: Jetzt muss sich auch das Klinikum drehen

Das Klinikum St. Georg braucht Geld. Wenn die Stadt hilft, steigen auch die Anforderungen an das Haus, mehr mit anderen Krankenhäusern zu kommunizieren und zu kooperieren, sagt LVZ-Redakteur Björn Meine in seinem Kommentar.

Leipzig. Das Klinikum St. Georg braucht wieder neue Millionen-Hilfen von seinem Träger, der Stadt Leipzig. Die Kreditlinie der Kommune soll auf 200 Millionen Euro wachsen, die knapp 38 Millionen Euro Jahresverlust von 2023 werden ausgeglichen, und mit einer Ausweitung der kommunalen Bürgschaft bleibt das Krankenhaus kreditfähig für die großen Investitionen.

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Die Kommune wird das Geld wohl bereitstellen, denn dass der Stadtrat die erneute Finanzspritze ablehnt, ist unwahrscheinlich: Einen bedeutenden Player in der Gesundheitsversorgung für Stadt und Region schickt man nicht in die Insolvenz. Dabei müssen Ratsversammlung und Verwaltung ein Problem ausbaden, das sie nicht verursacht haben: die Finanzmisere in Deutschlands Krankenhäusern. Aber sie wollen und müssen das städtische Klinikum jetzt retten, denn in der aktuellen Versorgungsstruktur ist es unverzichtbar. Entscheidend ist jetzt, dass auch im Haus selbst ein paar Räder gedreht werden. Vor allem ist eine viel stärkere Kommunikation und Kooperation mit anderen Kliniken nötig. Das Bewusstsein dafür scheint noch ausbaufähig zu sein.

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Bei alldem ist das St. Georg für Leipzig nicht die einzige Finanzbaustelle, die Kämmerer Torsten Bonew vor der Brust hat. Von der Wärme- und Mobilitätswende bis zu einem erhöhten Zuschussbedarf bei den Leipziger Verkehrsbetrieben: Der Bedarf kommt gerade von allen Seiten. Anders als viele Kommunen steht Leipzig zum Glück noch recht solide da. Nur deshalb gerät das St. Georg nicht noch mehr ins Trudeln.

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